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Aus- & Fortbildung

„Aus- und Weiterbildung“, „Capacity Development“, und „Lebenslanges Lernen“ sind Schlüsselwörter in weltweiten Aktivitäten, die der Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele dienen. Für eine funktionierende Wasserwirtschaft sind sie eine wesentliche Grundlage. Das FiW bietet maßgeschneiderte Aus- und Fortbildungen für den anwenderorientierten Bedarf im Wasser-, Abwasser- und Abfallbereich. Dazu hat das FiW ein erweitertes blended-learning-System entwickelt, in dem klassische Lernmethoden mit modernen e-learning-Lösungen verbunden werden. Ergänzend werden diese Methoden durch praktisches Training an halbtechnischen Versuchsanlagen und Fachexkursionen vertieft. Die Zielgruppen sind die Akteure des nationalen und internationalen Wasser- und Umweltsektors.

Die Lerninhalte entstehen aus der Fachexpertise der langjährigen Mitarbeiter des FiW und umfassen daher das gesamte Portfolio des FiW. Die Qualität der Ausbildungsangebote wird in ausgewählten Bereichen durch Zertifikate der RWTH International Academy und durch die Anlehnung an die Anforderungen des ECTS-Leistungspunkte-Systems gesichert.

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Wir bieten Training und Schulungen für:

  • Entscheider, Ingenieure, Techniker und Studenten
  • in Deutschland und vor Ort weltweit
  • in deutscher, englischer und französischer Sprache

 

Nennen Sie uns ihren Bedarf und schauen Sie sich unseren Katalog an.

 

 

 

Das blended-learning-Konzept des FiW

Innerhalb der letzten Jahre hat sich die Bildungslandschaft stark verändert. Die beschleunigte Dynamik der Arbeitsmärkte und wachsende Anforderungen an Qualifikationsprofile von Arbeitnehmern erfordern zunehmend fließende Übergänge zwischen Erstausbildung und Weiterbildung. Ebenso wächst die Bedeutung des selbstgesteuerten und selbstorganisierten Lernens im Rahmen des Konzeptes „Lebenslanges Lernen“. Der Bedarf an berufsbegleitenden Weiterbildungsangeboten wird folglich größer und gleichzeitig müssen diese Angebote so aufgebaut sein, dass sie neben dem Beruf durchführbar sind. Darüber hinaus gewinnt im Zuge der stetigen Vernetzung der Bedarf an digitalen Lernformaten zunehmend an Bedeutung. Das klassische Schulbuch als Lernmedium wird immer mehr durch die Nutzung des Internets ersetzt. Aus diesem Grund ist e-learning ein wichtiger Bestandteil von heutigen Lehr- und Lernkonzepten und das FiW berücksichtigt diese Entwicklung in seinem blended-learning-Konzept.

Das blended-learning-Konzept verbindet die klassischen Lernmethoden mit modernen e-learning-Lösungen. Zur Vertiefung der Inhalte werden praktische Trainings an halbtechnischen Versuchsanlagen und Fachexkursionen zu ausgewählten Zielen der Branche ergänzend angeboten.

 

Präsenzlernen:

•    Theoretische Wissensvermittlung durch Präsentationen und Diskussionen

•    Trainer und Lernender stehen in direktem Kontakt und können interagieren

•    Lernende können sich direkt kennenlernen und untereinander austauschen

 

e-learning:

•    Hohe Flexibilität für den Lernenden, da jederzeit und von jedem Ort

•    Der Lernende kann sich eine eigene Lernstruktur aufbauen, er kann Zeitpunkt und Länge der Lerneinheiten selbst bestimmen

•    Durch Verknüpfen von Text mit Bildern, interaktiven Grafiken, und Videos ist eine abwechslungsreiche Lernumgebung geschaffen

•    Durch interaktive Elemente wie Zwischenfragen wird die Aufmerksamkeit des Lernenden erhalten

 

Fachexkursionen:

•    Besuche zu ausgewählten Anlagen und Institutionen in Abhängigkeit des Themas

•    Lernen an existierenden Beispielen durch Anschauen und Dialog mit dem Fachpersonal

•    Austausch zwischen deutschem und internationalem Fachpersonal

 

Praktisches Lernen:

•    Audio-visuelle und haptische Erfahrungen ergänzen theoretisches Wissen

•    Durch Variieren verschiedener Parameter können positive oder negative Ergebnisse erzielt werden. Dies kann an existierenden großtechnischen Anlagen nicht ausprobiert werden

•    Eigenes Analysieren der verschiedenen physikalischen, chemischen und biologischen Parameter

 

 

Praktisches Training

Das FiW schult Auszubildende an einer institutseigenen Versuchsanlage zur Klärschlammfaulung mit Erzeugung von Biogas. Die halbtechnische Anlage ist Teil des Aus- und Fortbildungszentrums des FiW auf dem Gelände der Kläranlage der Stadt Stolberg / Rheinland. Die Anlage besteht aus fünf parallelen Versuchsstraßen:

•    zwei 50 Liter Behälter für Pilotuntersuchungen

•    ein 500 Liter, ein 1.000 Liter sowie ein 2.000 Liter Behälter

Die Anlage ist mit einer kompletten SPS Steuerung (speicherprogrammierbare Steuerung) ausgestattet, die die Steuerung und Überwachung der Anlage nach modernstem Standard ermöglicht. Neben den Schulungen wird die Anlage auch zu Forschungszwecken, z. B. für Tests zur Verbesserung der Faulfähigkeit von Klärschlamm und der Erhöhung der Gasausbeute genutzt.

Das Ausbildungszentrum wird erweitert durch ein Labor welches die Möglichkeit bietet, wichtige Parameter (z. B. TS, TR, GV und GR, FOS / TAC) direkt zu bestimmen. In einem Schulungsraum für ca. 20 Personen können in praktischer Nähe zur Versuchsanlage, theoretische Unterrichtseinheiten stattfinden sowie Versuche ausgewertet und besprochen werden.

Aktuell führt das FiW in Deutschland beispielsweise ein mehrjähriges Aus- und Fortbildungsprogramm für die tunesische Abwasserbehörde ONAS (Office National de l´Assainissement) durch, um die lokalen Kompetenzen Tunesiens im Bereich der anaeroben Klärschlammbehandlung und energetischen Verwertung des erzeugten Biogases zu stärken. Dazu wird die Anlage in Stolberg von Ingenieuren und Technikern der ONAS genutzt, um theoretisch gelerntes Wissen durch eigenständige praktische Versuche zu vertiefen. Die Nutzung der Anlage zur Wissensvermittlung wurde bisher bei allen Lehrgängen von den Tunesiern besonders positiv bewertet.

 

 

Trainings in Deutschland und weltweit

Das FiW bietet Ausbildungseinheiten mit verschiedenen Inhalten, unterschiedlicher Dauer und in mehreren Sprachen an. So können unterschiedliche Anforderungsniveaus bei der Ausbildung berücksichtigt werden. Das Ausbildungsprogramm wird entsprechend der gewünschten Ziele und Anforderungen maßgeschneidert entwickelt. Die Ausbildung erfolgt für Einzelpersonen und Gruppen.

In Deutschland führt das FiW derzeit beispielsweise im Auftrag der Jospong Group of Companies eine dreiwöchige Fortbildung für Fachpersonal aus Ghana im Abfallsektor durch. Bei der Ausbildung werden Themen wie Vermeidung, Verwertung, Recycling, Beseitigung von Abfall sowie Strukturen im Abfallmanagement und Tarifsysteme in Deutschland betrachtet. Auch die Sammlung und Sortierung unterschiedlicher Abfälle sowie bestimmte Sonderfälle wie Deponiesickerwässer, Krankenhausabfälle oder Elektrogeräte werden mit Hilfe von Theorieeinheiten und Exkursionen vermittelt. Darüber hinaus organisiert das FiW einen praktischen Teil der Ausbildung. Kurze Betriebspraktika in Abfallwirtschaftsunternehmen in NRW sollen den Einblick vertiefen und Anwendungshilfen für die Arbeit vor Ort in Ghana geben.

Ein weiteres aktuelles Projekt zur Aus- und Fortbildung hat erfolgreich vor Ort in Lesotho stattgefunden. Im Juli 2015 war FiW-Mitarbeiter Jochen Schunicht für eine zweite Ausbildungsmaßnahme in Lesotho, um das Personal von zwei neu gebauten Kläranlagen zu schulen. Bei der Fortbildung stand der praktische Betrieb der neuen Kläranlagen im Vordergrund. In der Schulungsmaßnahme wurde zum einen das Arbeiten mit Messinstrumenten vertieft und zum anderen der Unterhalt und Betrieb der Anlagenteile (vom Einlaufrechen bis hin zu den Trockenbeeten) vermittelt. Neben dem direkten praktischen Training an den Anlagenteilen, wurde das Vorgehen zusammen mit den Teilnehmern in Verfahrensanweisungen festgehalten, so dass die Teilnehmer auch zukünftig in der Lage sind, die Anlagenteile selbst zu unterhalten und zu betreiben. Diese Ausbildungsmaßnahme hat wieder gezeigt, wie wichtig Schulungen für das technische Personal zum Betrieb und Unterhalt sind.

 

 

 

 

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