Energiekonzepte


Energiekonzepte

 

Das FiW beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Fragen der Energieoptimierung. Dabei decken die Leistungen des FiW ein breites Spektrum ab, welches von Energieanalysen für kommunale und industrielle Kläranlagen über interdisziplinäre Forschungsvorhaben und Beratungsleistungen für Kläranlagenbetreiber und Kommunen reicht. Hierzu gehört auch, Energiekonzepte und energetische Optimierungen für kommunale Einrichtungen, z. B. für Schwimmbäder, zu erstellen.

 

E-Analysen

So wurden im vergangenen Jahr wieder zahlreiche Energieanalysen durchgeführt. Das untersuchte Anlagenspektrum reichte von Großanlagen mit sehr großen Industrieabwasseranteilen über Membranbelebungsanlagen bis hin zu kleinen bisher nur sehr wenig beachteten Kläranlagen im ländlichen Raum. Das Know-how aus der Vielzahl von Energieanalysen fließt nun in besonderem Umfang in ein vom Land NRW gefördertes Vorhaben zur Erstellung eines Handlungsleitfadens zur Energieeinsparung auf Kläranlagen ein.

 

E-Forschung

Im Bereich der Energieforschung ist insbesondere das vom Land NRW geförderte Projekt WASTRAK II zu nennen, bei dem nun die praktische Umsetzung der Methanolsynthese in einer halbtechnischen Versuchsanlage unmittelbar vorbereitet wurde. Die Versuchsanlage wird auf dem Gelände der Kläranlage Emschermündung aufgestellt und dort vom FiW in Kooperation mit der Emschergenossenschaft betrieben.

 

E-Management

Im Bereich Energiemanagement wurde das komplexe Zusammenwirken von Zulaufbelastung der Kläranlage, der Abwasserreinigungstechnik, dem dafür benötigten Energiebedarf sowie der Erzeugung verschiedenster Formen erneuerbarer Energien (Strom und Wärme) auf und im nahen Umfeld der Kläranlage Bottrop in einem detailtiefen dynamischen Modell abgebildet und untersucht (SMART.NET). Partner in diesem vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Vorhaben waren z. B. die Emschergenossenschaft, TUTTAHS & MEYER Ingenieurgesellschaft für Wasser-, Abwasser- und Energiewirtschaft mbH, IFAK – Institut für Automation und Kommunikation e. V. Magdeburg. Die vielversprechenden Ergebnisse des entwickelten Modells sind nun eine sehr gute Ausgangsposition, das Modell für weitere Anwendungen zu adaptierten.

 

render – Dialog Energiekonzepte

Mit dem „Regionalen Dialog Energiewende“ (render) konnte das FiW zusammen mit weiteren Partnern aus der StädteRegion Aachen ein Projekt erfolgreich beim BMBF platzieren, in dem die Umsetzung der (technischen) Energiewende als Ergebnis eines regional geführten Abstimmungsprozesses stehen soll. render vereint dabei also – nicht nur auf die FiW-Arbeitsfelder bezogen – die technischen Elemente der Energiewende (Energietechnologien, Energiemanagement) mit den notwendigen sozialen und organisatorischen Elementen (Dialog, Beteiligung, Transparenz, Akzeptanz). In dem auf vier Jahre angelegten Projekt render geht es vereinfacht um die Frage, wie die Akteure (Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Verbände, Kammern, Vereine, Zivilgesellschaft) in der StädteRegion in den kommenden 15 Jahren die Energiewende “vor Ort“ umsetzen wollen, können und sollten. Dazu wird in render federführend durch das FiW ein gesellschaftlicher Dialogprozess mit den Akteuren in der StädteRegion Aachen initiiert, das Wissen in der Region gebündelt, Synergien aufgezeigt, das Potential der Region ermittelt und mögliche technische Maßnahmen entwickelt.

 

 

Das FiW bildet gemeinsam mit der Ingenieurgesellschaft Tuttahs & Meyer und dem Ingenieurbüro Redlich seit 1997 das "Beratungsteam Energie und Verfahrenstechnik" (bte); ein interdisziplinäres Team aus erfahrenen Fachleuten, die mit sämtlichen technischen und wirtschaftlichen Fragestellungen bestens vertraut sind. bte bietet kompetente Beratung und umfassende Dienstleistungen für die energetische und verfahrenstechnische Optimierung von kommunalen und industriellen Kläranlagen, Kanalnetzen und Regenbecken an.

Bei bte besteht zu Energiefragen in der Abwassertechnik eine von den Anfängen dieser Thematik bis heute kontinuierlich andauernde praktische und wissenschaftliche Erfahrung. Zahlreiche Referenzen können sowohl in den Bereichen Energieoptimierung von Kläranlagen, Klärschlammbehandlung, Biogasaufbereitung, Wasserstoffeinsatz in der Abwassertechnik als auch Stärkung des Einsatzes weiterer regenerativer Energieträger in Kläranlagen und in der Kanalisation vorgewiesen werden. Bei der praktischen Durchführung und der wissenschaftlichen Begleitung von Demonstrationsvorhaben an der Schnittstelle Energie und Abwasser nimmt bte eine herausragende Stellung ein. Mitarbeiter von bte sind in nahezu sämtlichen DWA-Arbeitsgruppen etc., die sich mit Energiefragen in der Abwassertechnik (Energieanalysen von Kläranlagen, Abwasserwärme, Klärschlamm, Wasserstoff) beschäftigen, etabliert.

 

 

 

Ansprechpartner


© 2015 Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen e.V.