Integrales Modell für energieeffiziente Kläranlagen


Integrales Modell für energieeffiziente Kläranlagen

Wie können Kläranlagen möglichst energieeffizient und autark betrieben werden? Ein Modellprojekt von vier Konsortialpartnern will am Beispiel einer der größten deutschen Kläranlagen, die die Emschergenossenschaft in Bottrop betreibt Lösungen entwickeln. Am 18. Dezember 2013 überreichte der Regierungsvizepräsident der Bezirksregierung Arnsberg, Volker Milk, die Zuwendungsbescheide über insgesamt 413.035 Euro Fördermittel an die Projektpartner.

An dem Projekt sind die Emschergenossenschaft, das Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft (FIW) an der RWTH Aachen, die Tuttahs & Meyer Ingenieurgesellschaft mbH und die Universität Duisburg-Essen beteiligt. Sie wollen am Beispiel der Kläranlage Bottrop aufzeigen, wie der intelligente und energieeffiziente Betrieb eines Kläranlagenarealnetzes in der Praxis funktionieren kann – samt regenerativer Energieerzeugung und wasserstoffbasierter Speicherung.
 
„Die rund 10.000 kommunalen Kläranlagen in Deutschland sind  elektrische Großverbraucher, aber auch bedeutende Energieerzeuger. Daraus ergeben sich Potenziale hinsichtlich ihrer Steuerung, der Einbindung ins Netz sowie der lokalen Speicherung von Energie. Wir freuen uns, dass mithilfe von Landesmitteln aus dem Programm progres.nrw jetzt praktikable Steuerungs- und Versorgungskonzepte entwickelt werden“, sagte Regierungsvizepräsident Volker Milk am Mittwoch (18.12.) bei der Übergabe der Bescheide an Dr. Jochen Stemplewski (Emschergenossenschaft), Dr.-Ing. Friedrich-Wilhelm Bolle (FiW) und Prof. Dr.-Ing. Markus Schröder (Tuttahs & Meyer). Volker Milk diskutierte mit den Projektpartnern bei dem Termin in Dortmund Details des gemeinsamen Vorhabens und die energiebezogene Strategie der Bezirksregierung Arnsberg. Der Projektstart erfolgt unmittelbar; die Ergebnisse des Vorhabens sollen anschließend auf der Kläranlage Bottrop, aber auch den anderen Kläranlagen von Emschergenossenschaft und Lippeverband umgesetzt werden. Das FiW steht zudem für die Übertragung der Erfolge auf andere Betreiber und ihre Anlagen. 

 

Gruppenbild nach der Übergabe der Zuwendungsbescheide (von links): Regierungsvizepräsident Volker Milk, Dr. Jochen Stemplewski (Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft), Dr. Torsten Frehmann (Emschergenossenschaft), Dr. Friedrich-Wilhelm Bolle (FiW) und Prof. Dr.-Ing. Markus Schröder (Tuttahs & Meyer)

© 2015 Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen e.V.