ET 2014: Ressourcenschutz als interdisziplinäre Aufgabe

Vom 19. bis 21. März 2014 fand in der Messe Essen die 47. ESSENER TAGUNG für Wasser- und Abfallwirtschaft statt. Die Leitfrage „Ist unsere Wasserwirtschaft zukunftssicher? “ stand in diesem Jahr im Mittelpunkt der Veranstaltung, die dieses Jahr mit rund 900 Teilnehmern wieder zahlreich besucht wurde. Organisiert wird die Tagung traditionell vom Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH (ISA), dem Forschungsinstitut für Wasser und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e. V., dem Institut zur Förderung der Wassergüte und Wassermengenwirtschaft (IFWW) e. V. und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) in Abstimmung mit dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV).

Am Programm der diesjährigen Essener Tagung waren mehrere FiW'ler aktiv beteiligt. FiW-Vorstand Prof. Dr.-Ing. Max Dohmann befasste sich in seinem Vortrag mit den voraussichtlichen Investitionskosten für die deutsche Abwasserinfrastruktur bis zum Jahre 2025. Die Abwasserinfrastruktur stellt in Deutschland einen beachtlichen Volkswirtschaftlichen Faktor dar. Neben den gewöhnlich vordergründig betrachteten öffentlichen Infrastrukturteilen gehören auch die auf privaten Grundstücken und in der Industrie vorhandenen Abwasseranlagen dazu. Prof. Dohmann veranschlagt allein die öffentlichen Investitionen - unter Annahme von realistischen Nutzugsdauern - auf jährlich ca. 8,5 Mrd. € und sieht hier die Politik gefordert, auf eine konsequente Umsetzung relevanter Investitionsmaßnahmen hinzuwirken.

FiW-Mitarbeiter Dipl.-Ing. Marko Siekmann hielt einen Vortrag zum Thema "Energieeinsparung bei der Abwasserableitung und -förderung". Herr Siekmann stellte dar, dass insbesondere Abwasserpumpwerke mit bis zu 25 % des Gesamtenergiebedarfes siedlungswasserwirtschaftlicher Anlagen (Abwasserreinigung und Kanalisation) ein großes Potential bieten, den Energiebedarf entsprechend zu optimieren. Um dieses Potential aufzuzeigen, stellte Herr Siekmann den Pumpwerkscheck vor, der analog DWA Arbeitsblatt A216 aus den Schritten Energiecheck und Energieanalyse besteht. (Fragen zum Pumpwerkscheck gerne an m.siekmann@fiw.rwth-aachen.de bzw. 0241-8026838).

Darüber hinaus leitete FiW-Geschäftsführer Dr.-Ing. Friedrich-Wilhelm Bolle das erste der drei Technologieforen am Donnerstag 20. März 2014.

Als Forum für Kommunikation und Diskussion bot die Veranstaltung den Teilnehmern die Möglichkeit, sich über aktuelle Themen der Wasser- und Abfallwirtschaft auszutauschen sowie wissenschaftliche Fragen zu debattieren. In Ergänzung zu den 70 Fachvorträgen, die einen aktuellen und umfassenden Überblick über alle relevanten Bereiche gaben, fanden eine Fachausstellung und ein Technologieforum statt.

Das FiW präsentierte sich gemeinsam mit dem ISA und PIA auf dem acwa-Stand.

 
 
 
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