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Pressemitteilung: 13 Institute und Land NRW gründen Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft

Das Aachener FiW ist Gründungsmitglied

Mit einem Festakt in der Villa Horion wurde in Anwesenheit von Christina Rau, der Frau des verstorbenen Bundespräsidenten, die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft gegründet. Die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft ist die neue Dachorganisation für 13 rechtlich selbstständige außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, mit insgesamt mehr als 1.000 Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen. Aus Aachen sind das Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft (FiW), sowie zwei weitere Institute als Gründungsmitglieder vertreten. Die Mitglieder wollen zukünftig unter einem Dach forschen, wissenschaftlichen Nachwuchs ausbilden und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Zudem ist eine regelmäßige Evaluation aller Einrichtungen vorgesehen.

"Die Gründung der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft hat dreifache Signalwirkung für Nordrhein-Westfalen: Sie setzt neue Impulse beim Strukturwandel, sie steht für eine Kräftebündelung bei der Umsetzung der Fortschrittsstrategie des Landes und sie stärkt die Kooperationen zwischen den Forschungseinrichtungen", sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze anlässlich der Gründungsversammlung.

Die Aufnahme in die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft setzt herausragende Forschung an Fortschrittsthemen und die Erfüllung von einheitlichen Qualitätsstandards voraus. Die Forschungsgemeinschaft hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Neben den 13 wissenschaftlichen Gründungsmitgliedern ist das Land weiteres Gründungsmitglied, vertreten durch das Wissenschaftsministerium.

Am Rande einer Versammlung der NRW-Wasserwirtschaft am 8. April in Aachen begrüßte der Vorstandsvorsitzende des FiW e. V., Dr. Emanuel Grün (Technischer Vorstand von Emschergenossenschaft und Lippeverband, Essen), die Aufnahme des FiW in den Kreis der hervorragenden Nordrhein-Westfälischen Forschungsinstitute: „Das FiW befasst sich als mittelständisches Institut seit vielen Jahren intensiv und erfolgreich mit den relevanten Fragestellungen der Wasserwirtschaft. Heute ist bekannt, dass die Lebensqualität und die deutlich gestiegene Lebenserwartung in Industrieländern unmittelbar mit der Verbesserung der Wasserqualität einhergehen. Auch zukünftig besteht enormer Bedarf an Forschung, um den vielen Herausforderungen zu begegnen: so droht beispielsweise der Klimawandel stärkere Regenereignisse im Winter zu erzeugen; gleichzeitig führen trockenere Sommer zu immer deutlicher konkurrierenden Ansprüchen an die Gewässer. Auch dem Eintrag von Spurenstoffen und deren Folgewirkungen für die Umwelt und den Menschen muss sich die Wasserwirtschaft stellen. Das FiW geht diese Themen an. Mit der Mitgliedschaft in der Johannes-Rau Forschungsgemeinschaft wird ein substantieller Schritt in Richtung einer fachübergreifenden Forschungsgruppe getan, der die Entwicklung innovativer und praxisnaher Lösungen sich in Zukunft auf noch höherem Niveau erlaubt.“

Der Rektor der RWTH Aachen, Prof. Dr.-Ing. Ernst Schmachtenberg fügt hinzu „in Ergänzung zu den Leistungen der Exzellenzhochschule RWTH Aachen brauchen wir die angegliederten Institute, die den Transfer der theoretischen Erkenntnisse in die Praxis schaffen. Wir sind sehr froh, dass drei unserer Institute als „Gründungsinstitute“ in die Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft aufgenommen wurden: Das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR), die Gesellschaft für Angewandte Micro- und Optoelektronik mbH (AMO) und das  Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft (FiW)“.

Besonders froh zeigt sich der Ideengeber der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft, der Aachener Landtagsabgeordnete Karl Schultheis: „Johannes Rau gründete schon als Wissenschaftsminister Universitäten und Forschungsinstitute und bereitete damit wichtige Bausteine für den Strukturwandel vor. Wir sind gut beraten, wenn wir diese exzellente praxisorientierte Forschung der angegliederten Institute an einer exzellenten RWTH Aachen weiter fördern und den Transfer in die Praxis unterstützen. Das FiW leistet mit seiner Arbeit in Deutschland und im internationalen Umfeld, etwa mit den Ländern Nordafrikas und in Fernost wichtige Beiträge zum Schutz der Wasserressourcen und der Gesundheit.“  
 
    
Aus Aachen sind neben dem FiW an der Gründung der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft beteiligt:

  • Forschungsinstitut für Rationalisierung
  • Gesellschaft für Angewandte Micro- und Optoelektronik mbH

Die weiteren Gründungsmitglieder:

  • Bonn International Center for Conversion (Bonn)
  • Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (Bonn)
  • Institut für Energie- und Umwelttechnik (Duisburg)
  • Institut für Forschung und Transfer (Dortmund)
  • Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (Dortmund)
  • Institut für unterirdische Infrastruktur (Gelsenkirchen)
  • Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte (Essen)
  • Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (Essen)
  • Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (Wuppertal)
  • Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (Duisburg) 

Von links nach rechts:

  • Dr.-Ing. Friedrich-Wilhelm Bolle (Geschäftsführer FiW)
  • Dr.-Ing. Emanuel Grün (Vorstandsvorsitzender FiW e.V.)
  • Univ.-Prof. Dr.-Ing. Johannes Pinnekamp (Geschäftsführender Vorstand FiW e.V.)
  • Dr.-Ing. Natalie Palm (Geschäftsführerin FiW)
  • Univ.-Prof. Dr.-Ing. Ernst Schmachtenberg (Rektor der RWTH Aachen)
  • Karl Schultheis (MdL, Sprecher des Ausschusses für Innovation, Wissenschaft und Forschung)
  • Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dirk Vallée (Dekan der Fakultät für Bauingenieurwesen der RWTH Aachen)
 
 
 
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