Das FiW auf der WissensNacht Ruhr


Das FiW auf der WissensNacht Ruhr

Am 2. Oktober 2014 fand zum ersten Mal die WissensNacht Ruhr statt - das FiW war dabei. Fragen wie „Wie können wir Energie effizienter einsetzen?“ oder „Wie können wir klimafreundlicher wohnen, leben und arbeiten?“ wurden diskutiert und mit Modellen sichtbar gemacht. Unterschiedlichste Disziplinen präsentierten ihre besondere Herangehensweise an den Klimawandel – vom Ingenieurwesen zu Design, Gesellschaft und Kultur, von der Mathematik zur Klimaforschung, von der Biologie zur Stadtplanung war eine große Bandbreite der exzellenten Wissenslandschaft Ruhr vertreten. Themen wurden jedoch auch durch Improvisationstheater oder eine Chemieshow von „Magic Andy“ an die Besucher herangeführt.

Das FiW war mit dynaklim - Dynamische Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels in der Emscher-Lippe-Region (Ruhrgebiet) und der Anpassung an Starkregenereignisse vertreten. Marko Siekmann, Markus Maaßen und Michaela Stecking (alle FiW) sowie Manfred Röttgen (Wirtschaftsbetriebe Duisburg) vertraten das Pilotprojekt Duisburg, in welchem vom FiW mit dem Praxispartner praxistaugliche und innovative Lösungsmöglichkeiten mit dem Schwerpunkt der wassersensiblen Stadtentwicklung entwickelt wurden. Unter Berücksichtigung klimawandelbedingter Mehrbelastungen wurden in dynaklim überflutungsgefährdete Bereiche identifiziert und Vulnerabilitäten aufgrund der oberflächigen Bebauungsstruktur bewertet. Nach Überlagerung mit weiteren Belangen der Stadtentwicklung oder zusätzlichen politischen Vorgaben werden sinnvolle Anpassungen technischer und sozialer Infrastrukturen wie z. B. Notwasserwege, oberflächige Speicherräume oder Objektschutzmaßnahmen erarbeitet. Dies wurde anschaulich mit zwei Modellen präsentiert, die beim Publikum sowie bei den regionalen Medien viel Anklang fanden. Bei der Diskussion im Science Café und mit Hilfe der zwei Modelle konnten interessierte Bürger erfahren, wie sie sich gegen Wasser im Keller schützen können.

Zum Thema „Klimawandel und Energiewende: wie sehen das eigentlich die Bürger?“ hat das Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung an der Universität Duisburg-Essen (RISP) informiert, welches eng mit dem FiW in dynaklim zusammenarbeitet. Klimaschutz, Risikomanagement und Energiewende funktionieren nur gemeinsam mit der Bevölkerung. Aber was wollen die Bürger eigentlich? Was erwarten sie von Politikern der Region? Vorgestellt wurden die Ergebnisse repräsentativer Bevölkerungsbefragungen in der Metropolregion Ruhr: Was sagen die Einwohner zum Klimaschutz, zu den Folgen des Klimawandels, zu untertägigen Pumpspeicherwerken in alten Zechen und zur Energiewende? Passend zum Thema hat das RISP auch gleich eine direkte Bevölkerungs- bzw. Besucherbefragung durchgeführt.

 

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© 2015 Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen e.V.