Verbesserung des Wassermanagements, der Infrastruktur und der interkommunalen Zusammenarbeit in Moldawien

 

Auftraggeber: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Als Mitglieder eines internationalen Expertenteams hatten die FiW-Mitarbeiter Dipl.-Ing. Jens Hasse und Dr.-Ing. Henry Riße im Jahr 2014 in einer ersten Vorstudie die vorhandenen Systeme der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung sowie die Bedarfe der Bevölkerung untersucht, technische und organisatorische Umsetzungs- und Erneuerungsoptionen entwickelt. Weiterhin wurden diese Entwicklungsoptionen finanziell bewertet und zu Empfehlungen für die Projektpartner vor Ort, die Kommunen und lokalen Wasserversorger in der Projektregion Criuleni-Dubasari (nordwestlich der Hauptstadt Chișinău), und den Auftraggeber GIZ aufbereitet.

In einer weiteren Projektphase wird diese Studie seit März 2015 weiter vertieft. Das FiW hat in dieser Phase neben der Position des internationalen Wasserexperten auch die Teamleitung der nationalen und internationalen Experten übernommen, die an der Erstellung der Machbarkeitsstudie beteiligt sind. Im Rahmen dieser Studie werden mit den Partnern vor Ort die vorhandene Datenbasis verbessert und für jede der gut 20 Siedlungen und Kleinstädte im Projektgebiet konkrete technische Lösungen und zugehörige Investitionspakete ausgearbeitet. Dies umfasst neben der technischen Beschreibung auch eine Abschätzung der zukünftigen Investitions- und Betriebskosten, Vorschläge für die institutionelle Umsetzung sowie die Analyse der Umweltverträglichkeit der vorgeschlagenen Konzepte. Ziel der Studie ist es, den lokalen Partnern mit konkreten Investitionspaketen für ein nachhaltiges und kosteneffizientes Wasser- und Abwassermanagement, einer finanziellen und ökonomischen Analyse und einer abgestimmten Investitionsplanung geeignete Konzepte, Daten und Argumente zur Verfügung zu stellen, mit den sie national und international Investitionsmittel beantragen und sich selbst für eine gemeinsam Umsetzung vorbereiten können. Die Studie wird im November abgeschlossen und den Projektpartnern im Dezember abschließend vor Ort präsentiert und erläutert.

Eine besondere Herausforderung des Projekts stellt die territoriale Situation im Projektgebiet dar, die beidseits des Flusses Nistru / Dnister liegt. Zwar gehört die gesamte Region völkerrechtlich zur Republik Moldau, jedoch befinden sich etwa die Hälfte der untersuchten Gemeinden auf dem Gebiet der international nicht anerkannten Republik Transnistrien. Im Rahmen eines weiteren GIZ-Projekts soll durch die verbesserte Zusammenarbeit der Gemeinden im Bereich Wasser die Versorgungs- und Entsorgungssituation der Bevölkerung auf beiden Seiten des Flusses (ca. 70.000 Einwohner) deutlich verbessert und gemeinsam ein signifikanter Beitrag zum Schutz der Umwelt und des Flusses geleistet werden.

 

 

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