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Regionale Klärschlammstudien für Tunesien

 

Auftraggeber: ONAS (Office National de l’Assainissement) Tunesien, KfW Entwicklungsbank

Partner: IGIP – Ingenieurgesellschaft für international Planungsaufgaben, STE – Société Tunisienne pour l’environnement

Das Verbot der landwirtschaftlichen Klärschlammaufbringung im Jahre 1998 durch das tunesische Gesundheitsministerium führte auf vielen Kläranlagen zu einem Entsorgungsengpass für den anfallenden Klärschlamm. Daraus resultierend entstanden zahlreiche unkontrollierte Klärschlammablagerungen auf dem Gelände der Kläranlagen oder der Klärschlamm wurde nicht ausreichend aus der Behandlungskette entfernt, sodass die Klärleistung erheblich reduziert wurde. Mit dem Ziel der Verbesserung der Behandlungskette sowie dem Entgegenwirken gegen den Klärschlammentsorgungsengpass führt das FiW im Auftrag der ONAS mit Mitteln der KfW Entwicklungsbank regionale Klärschlammstudien für die zukünftige Klärschlammverwertung von über 50 Kläranlagen in Tunesien durch (Betrachtungszeitraum des Projektes 2013 bis 2035). Für die Verwertung oder Entsorgung des Klärschlamms in Tunesien werden prinzipiell drei verschiedene Wege betrachtet: die landwirtschaftliche Verwertung, die thermische Verbrennung (hier: Mit- oder Monoverbrennung) oder die kontrollierte Deponierung des Klärschlamms.

Die Kläranlagen wurden im Sommer 2014 bis Frühjahr 2015 in mehrwöchigen Besichtigungstouren von Mitarbeitern des FiW begutachtet und in Interviews mit den Kläranlagenbetreibern und der tunesischen Abwasserbehörde wurden Details über den Kläranlagenbetrieb und mögliche Probleme abgefragt. Zudem wurden die Abwasserreinigung, die Schlammbehandlung, aber auch Lagerkapazitäten der Kläranlagen analysiert und auf Schwachstellen und Verbesserungspotential untersucht. Für die begutachteten sowie zukünftig geplanten Kläranlagen wurden die aktuell und zukünftig anfallenden Klärschlammmengen ermittelt und die jeweilige Qualität anhand vorhandener Analysen bewertet.

Auf Basis der erhobenen Daten konnten kläranlagenspezifische Verbesserungsvorschläge und Lösungswege für den Kläranlagenbetrieb und die Klärschlammverwertung verfasst werden. Zudem wurden die möglichen Verwertungwege für jede Kläranlage analysiert und entsprechende Empfehlungen ausgesprochen. Die angefertigten Berichte enthalten kurzfristige Maßnahmen, sowie auch Maßnahmen, welche bis zum Jahr 2034 durchgeführt werden sollen.

 

 

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