No records found in storage folder! ENERWA – Energetische Optimierung des wasserwirtschaftlichen Gesamtsystems

ENERWA – Energetische Optimierung des wasserwirtschaftlichen Gesamtsystems

 

Auftraggeber:  Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Partner: IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gGmbH (Koordination), Aquatische Ökologie der Universität Duisburg-Essen (UDE), Forschungsstelle Bürgerbeteiligung der Bergischen Universität Wuppertal (BUW), SYDRO Consult, Rechenzentrum für Versorgungsnetze Wehr GmbH (RZVN), Wupperverband (WV), Aggerverband (AV), Wasserversorgungsverband (WVV) Rhein-Wupper, WAG Nordeifel mbH (WAG), enwor – energie & wasser vor ort GmbH, Rheinisch-Westfälische Wasserwerksges. mbH (RWW)

 

Das FiW erforscht im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme „Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine energieeffiziente und ressourcenschonende Wasserwirtschaft (ERWAS)“ mit dem Energie- und Wasserforschungsprojekt ENERWA „Energetische Optimierung des wasserwirtschaftlichen Gesamtsystems Talsperren / Fließgewässer – Trinkwasseraufbereitung – Transport-Speicherung-Verteilung“ inwiefern an ausgewählten Talsperren der Mittelgebirge das theoretisch vorhandene Energieerzeugungspotential genutzt werden kann. Hierbei wird der gesamte Speicherraum einschließlich des Hochwasserschutzraums in die Untersuchungen einbezogen. Auswirkungen und Veränderungen des Wasserkörpers mit Blick auf die Rohwasserqualität für die Trinkwasseraufbereitung, die Wirtschaftlichkeit der Energiegewinnung durch Turbinierung sowie die ökologischen Effekte im Unterlauf des Gewässers werden vom FiW und Projektpartnern analysiert und daraus fundierte Empfehlungen und Entscheidungsgrundlagen abgeleitet.

 

Im Rahmen von Sanierungs- und Überprüfungsmaßnahmen an der Biggetalsperre wurden durch das FiW Möglichkeiten für Untersuchungen im Staukörper der Talsperre bei einem nach energetischen Kriterien dynamisierten Talsperrenbetrieb genutzt. In Zusammenarbeit mit dem Ruhrverband als Talsperrenbetreiber wurden durch gezielte Steuerung des Abflusses über den üblichen Betrieb hinaus (Amplitude, zeitliche Dynamik) die Einflüsse einer energetischen Wassernutzung auf die Rohwasserqualität im Talsperrenkörper untersucht. Das FiW begleitete die in den Talsperrenbetriebsplan integrierten Sonderbetriebszustände mit einem umfassenden Monitoringprogramm zur Messung unterschiedlicher chemisch-physikalischer Gewässergüteparameter. Die Ergebnisse dieses Arbeitspakets werden Anfang 2016 veröffentlicht.

In weiteren Arbeitspaketen analysieren die Forschungspartner weitere energetische Potentiale im gesamten Wasserversorgungssystem. Der Schwerpunkt liegt auch hier auf der Dynamisierung des Betriebes einzelner Anlagen vor dem Hintergrund schwankender Verfügbarkeit von erneuerbarer Energie und variierender Energiepreise.Für den Arbeitsbereich Trinkwasseraufbereitung werden unter Berücksichtigung ökonomischer Fragestellungen und im Hinblick auf eine Dynamisierung des Durchsatzes Optimierungsansätze erarbeitet. Dafür werden Versuche teilweise in den Wasserwerken, teilweise an Pilotanlagen durchgeführt.

Im Bereich der Wasserverteilung und Speicherung wird untersucht, inwieweit die Trinkwassernetze energetisch optimiert werden können. Beispielsweise kann mittels neu entwickelter Optimierungsalgorithmen der Gesamtenergiebedarf verringert werden, indem höher gelegene Verbraucher identifiziert und intelligent zu neuen Druckzonen gruppiert werden.Neben den dargestellten Analysen fanden zudem Stakeholder- und Bürgerbeteiligungsverfahren statt. Am 2. September 2015 wurde die erste Stakeholderbeteiligung durchgeführt, an der 18 interessierte Vertreter aus dem Bergischen Land teilnahmen. Die Bürgerbeteiligungsveranstaltung „Unser Wasser im Bergischen – Talsperren im Fokus vielfältiger Interessen“ fand in der Umgebung der Großen Dhünn-Talsperre vom2. bis 5. November statt. Das FiW sensibilisierte die Bürgerinnen und Bürger zu den Themen „Ökologisches Potential einer Talsperre“ und „Energetische Optimierung einer Talsperre unter gewässergütetechnischen Aspekten“, sodass diese am Ende eine qualifizierte Empfehlung aussprechen können.

Zusätzlich zu den Beteiligungsverfahren werden regelmäßig Anregungen und Empfehlungen aus dem Kreis der Praxispartner und eines Fachbeirates eingeholt.

 

In folgendem Projektjahr nimmt das Gesamtkonsortium die Verbundpotentiale der Energiegewinnung und -einsparung in den Fokus. Die zielgerichtete Verwertung der Forschungsergebnisse der Wissenschaftler, Betreiber und Unternehmen soll u. a. durch eine Marktstudie gefördert werden. Damit setzt sich ENERWA das Ziel, den maximalen Nutzen aus den durch das BMBF bereitgestellten Forschungsmitteln zu entwickeln.

 

 

 

 

 

 

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