Klimawandelanpassung: Konkurrierende Wassernutzungen im Dialog


Klimawandelanpassung: Konkurrierende Wassernutzungen im Dialog

 

Auftraggeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

 

Der Hintergrund des dynaklim-Arbeitsbereichs „Konkurrierende Wassernutzungen an der Mittleren Lippe“ war seit 2011 das konsensuale Management der Auswirkungen von prognostizierter Trockenheit und Hitze auf das zukünftige Wasserdargebot in der Region der mittleren Lippe, konkret der Region Dorsten, Haltern am See und Marl. Ein Schwerpunkt war die Etablierung der Arbeitsgruppe „Lippe-Grundwasser“ (AG Lippe) nach den Grundprinzipien einer Regional (Water-) Governance. Hier ist es den dynaklim-Akteuren unter Leitung und wissensbasierter Moderation von Dr.-Ing. Paul Wermter und Jens Schneider, M. A. gemeinsam mit Kollegen der ahu AG, des sfs Dortmund, des IWW Mülheim und unterstützt durch den Lippeverband gelungen, die relevanten Akteure zum Thema Grundwasserbewirtschaftung an einen Tisch zu holen. Zu den Akteuren zählen die Bezirksregierung Münster, der Kreis Recklinghausen, die Städte Dorsten, Haltern am See und Marl, der Wasserversorger RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH, die Landwirtschaftskammer NRW und die Biologische Station des Kreises Recklinghausen. Die Treffen der AG Lippe dienten einerseits der Identifikation von relevanten Nutzungskonkurrenzen mit Bezug zum Klimawandel und andererseits der Unterstützung der betroffenen Wassernutzer sowie der Entwicklung von Sektor übergreifenden Kommunikations- und Ausgleichsmechanismen im Rahmen eines regionalen Dialogprozesses. Mit Blick auf die Herausforderungen des Klimawandels betrachtete die Gruppe ein Klimawandelszenario, bei dem einzelne oder wiederkehrende Dürreperioden im Fokus stehen. Gemeinsam wurde daraufhin durch die beteiligten Akteure ein Set von fünf verschiedenen (Anpassungs-) Maßnahmebündeln erarbeitet:

•    Management von Wasserressourcen im regionalen Dialog

•    Aufbau eines Kommunikationsrahmens für ein konsensuales Wassermanagement

•    die Region sensibilisieren und handlungsfähig machen

•    organisatorische Maßnahmen gemeinsam umsetzen und Modernisierungszyklen um technische Klimaanpassung erweitern

•    flankierende technische Maßnahmen zur Klimaanpassung umsetzen.

 

 

 

 

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