SINOWATER – Good Water Governance, Management und innovative Technologien zur Verbesserung der Wasserqualität in zwei bedeutsamen chinesischen Gewässern

 


Auftraggeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Partner: i+f process GmbH, Martin Membrane Systems AG, Steinhardt GmbH Wassertechnik, Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen (ISA), TU München, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (im Unterauftrag), Sino-German Research Center for Water Management (im Unterauftrag)

SINOWATER „Good Water Governance, Management & innovative Technologien zur Verbesserung der Wasserqualität in zwei bedeutsamen chinesischen Gewässern“ ist der erste der drei im Jahr 2015 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligten Forschungsverbünde im Rahmen der verstärkten deutsch-chinesischen Forschungskooperation. Das Verbundprojekt SINOWATER befasst sich mit zwei der drei wichtigsten und am stärksten belasteten chinesischen Wasserkörper, dem Fluss Liao und dem Diansee im Bereich der Metropolen Shenyang bzw. Kunming. Es ist eingebunden in das chinesische „Major Program of Science and Technology for Water Pollution Control and Governance“. Die Gesamtziele von SINOWATER sind die Verbesserung der Wasserqualität in diesen chinesischen Gewässersystemen sowie die Entwicklung und Optimierung von Good Water Governance. Diese Ziele sollen mit dem Einsatz deutscher, innovativer Wassertechnologien und der Verbesserung wasserwirtschaftlicher Managementelemente erreicht werden.

Das Projekt bietet damit ein weiteres Beispiel, bei dem das FiW seine Expertise im Themenfeld der Gewässergüte und der Stoffflussmodellierung in einer deutsch-chinesischen Kooperation einbringt. Die Kunming Academy of Environmental Sciences (KAES) strebt eine Gesamtbewertung der Belastungssituation des Diansees und die Ableitung eines integralen Maßnahmenplans aus der Perspektive des gesamten Einzugsgebiets der Megawasserressource und dem See selbst an. Dazu bietet das FiW, koordiniert durch Dr.-Ing. Paul Wermter, der Kunming Academy of Environmental Sciences (KAES) seine Expertise bei der Erweiterung eines Einzugsgebietsmodell des Diansees an. Mit diesem Modell sollen die Belastungen der relevanten Einflussfaktoren aufbauend auf einem Wasserhaushaltsmodell qualitativ und quantitativ abgebildet und bewertet werden. Zu diesen Einflussfaktoren gehören Wassermengen (Zu- und Abflüsse) und Stofffrachten aus den einmündenden Fließgewässern, aus den urbanen Teileinzugsgebieten und aus diffusen Quellen wie Landwirtschaftsbereichen aus dem Fluss- und Seeumfeld. Das Einzugsgebietsmodell bietet durch die Erfassung der unterschiedlichen Belastungsquellen die Grundlage zur Bewertung und zum Ranking der Einzelquellen. Als Bewertungsmethode ist die KAES am Prinzip der Carrying Capacity interessiert. Gleichermaßen dienen die Quantifizierung der Belastung und die Quantifizierung der Minderungsmaßnahmenwirkungen der Ableitung und Priorisierung von Maßnahmen.

Der Verbund SINOWATER wird in enger Abstimmung mit den Verbünden SIGN und URBAN CATCHMENTS durchgeführt. Die drei Verbünde knüpfen durch eine neue strategische Einbettung in das Begleitvorhaben „Innovationcluster Major-Water“ an die langjährige und erfolgreiche Geschichte des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) entwickelten Maßnahmenprogramms CLIENT – Internationale Partnerschaften für nachhaltige Klimaschutz- und Umwelttechnologien und -dienstleistungen an. Es ist das erste geförderte Begleitvorhaben im BMBF-Forschungsrahmenprogramm FONA – Forschung für Nachhaltige Entwicklung – im Bereich „Nachhaltiges Wassermanagement“. Ziel des Innovationclusters Major-Water ist die Vertiefung der deutsch-chinesischen Forschungs- und Wirtschaftskooperationen und eine nachhaltige Chancenverbesserung für die in den Projekten beteiligten deutschen Unternehmen auf dem chinesischen Markt. SINOWATER profitiert von dieser Brücke von Ministerien über die Wissenschaft bis zu Unternehmen (siehe Innovationscluster Major-Water).

www.client-sinowater.net

www.sino-german-major-water.net

 

Warum ist das Wasserso grün im Dian-See?

Die voranschreitende Eutrophierung im Dian-See in Kunming ist der Grund für seine grüne Färbung. In stehenden Gewässern versteht man unter Eutrophierung die unerwünschte bzw. schädliche Zunahme von Pflanzennährstoffen im Wasser. Im diesem konkreten Fall das nutzlose oder schädliche Wachstum der Pflanzen und Algen, z. B. unkontrolliertes Wuchern bestimmter Arten, sowie eine daraus resultierende Störung des ökologischen Gleichgewichts. Überdüngung der Pflanzen und Mikroorganismen des betroffenen Ökosystems, insbesondere der Algen und Wasserpflanzen, sind die Ursache. Unter Eutrophierung wird die vom Menschen verursachte Erhöhung des Nährstoffangebotes in Gewässern, besonders durch Nitrate und Phosphate, verstanden. Die Erhöhung erfolgt durch den Zufluss der Nährstoffe aus Abwässern sowie durch Eintrag aus intensiv gedüngten landwirtschaftlichen Nutzflächen.

 

 

 

 

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Arbeitsbereiche    IWRM    Projekte    SINOWATER – Good Water Governance, Management und innovative Technologien zur Verbesserung der Wasserqualität in zwei bedeutsamen chinesischen Gewässern
 
 
 
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