KliKER-Pilotprojekt Integrierte kommunale Klimafolgenanpassung

 

Auftraggeber: Stadt Rheinberg (INTERREG IVa)

Partner: Climate Adaptation Services Foundation, Niederlande (Alterra / Universität Wageningen, Grond RR)

Ziel dieses Pilotprojektes war es, die teilnehmenden Partnerkommunen von KliKER in Bezug auf die Auswirkungen des Klimawandels zu sensibilisieren und über Betroffenheiten und konkrete Anpassungsmöglichkeiten zu informieren. Dabei wurden in und mit den jeweiligen Partnerkommunen geeignete Wege erarbeitet, sich als Kommune vorausschauend und abgestimmt auf mögliche Risiken und Chancen vorzubereiten, die sich aus den für den Niederrhein prognostizierten klimatischen Änderungen und den lokalen Betroffenheiten ergeben.

Die Unterstützung der Pilotkommunen Rheinberg, Alpen, Duisburg, Neukirchen-Vluyn, Kleve, Renkum (NL) und Rheden (NL) wurde durch die Climate Adaptation Services Foundation (CASF) und das FiW in einem Beratungs- und Begleitprozess erbracht, der zwei unterschiedliche Veranstaltungsformate miteinander kombiniert:

 

„Klimaateliers“ in jeder Kommune

In den durch CASF durchgeführten eintägigen “Klima-ateliers” wurden zu Beginn des Prozesses eine möglichst breite Gruppe von Vertretern der Stadtgesellschaft (Verwaltung, Politik, Initiativen, Unternehmen) in das Thema Klimawandel eingeführt und bzgl. möglichen Betroffenheiten vor Ort sensibilisiert. Innovativer Kern der Klimaateliers ist die Umkehrung der Perspektiven der lokalen Akteure: weg von einer problembezogenen Betrachtungsweise („wie vermeiden wir ein Problem oder Schaden?“) hin zu einer wertbezogenen Perspektive („was wollen wir gemeinsam erreichen?“), die an vorhandene Ideen und Strategien zur Gestaltung der kommunalen Zukunft anschließt, Restriktionen und Zwänge erst einmal außen vorlässt und dadurch positive Handlungsperspektiven im Umgang mit klimatischen und anderen Veränderungen ermöglicht.

Dadurch dass Mitarbeiter verschiedener Bereiche einen Tag gemeinsam an konkreten Lösungen zum Umgang mit dem Klimawandel arbeiten, werden sofort neues Wissen und interdisziplinär Kompetenz innerhalb der Kommune geschaffen und alternative Kooperations- und Steuerungslösungen denkbar.

 

Kommunale Definitionsprozesse

Damit eine kooperative, vorausschauende Klimafolgenanpassung kommunal verbindlich wird und in politische Entscheidungen und Verwaltungshandeln einfließen kann, war als nächster Schritt zur Umsetzung die Vorbereitung eines kommunalen Prozesses oder Fahrplans zur Klimafolgenanpassung erforderlich. Die z. T. abstrakten und visionären Ergebnisse der Klimaateliers wurden dazu in jeder der Pilotkommunen in einer Reihe von drei Arbeitstreffen durch ein kommunales „Anpassungsteam“ konkretisiert und in der Erarbeitung eines strukturierten Prozesses oder Fahrplans berücksichtigt. Dieser kommunale „Definitionsprozess“ wurde durch Fachkräfte des FiW konzipiert und moderiert.

Das FiW unterstützte die KliKER-Pilotkommunen bei der Erstellung von Grobanalysen der Betroffenheiten durch den Klimawandel, der Konzeption und Durchführung der kommunalen „Definitionsprozesse“, der Präsentation und Diskussion der erarbeiteten Ergebnisse in Gremien und Institutionen der teilnehmenden Partnerkommunen sowie der Organisation und Durchführung eines Abschluss-Workshops am 18. November 2014 zum Austausch der Ergebnisse und Erfahrungen.

Das Projekt unter Federführung des FiW wurde Ende 2014 abgeschlossen. Die Fachkräfte des FiW konnten die im Projekt dynaklim gewonnenen Erfahrungen in fachlicher und organisatorischer Hinsicht für die Projektpartner positiv einbringen und weiterentwickeln.

 

 

Ansprechpartner

 
 
 
Arbeitsbereiche    Trends & Veränderungen    KliKER-Pilotprojekt Integrierte kommunale Klimafolgenanpassung
 
 
 
Druckversion
Deutsch - English