No records found in storage folder! FÜNF JAHRE dynaklim – WIR ZIEHEN BILANZ

FÜNF JAHRE dynaklim – WIR ZIEHEN BILANZ

 

Auftraggeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Partner: ahu AG, Aachen, dr. papadakis GmbH, Hattingen, Emschergenossenschaft, Essen, IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gGmbH, Mülheim an der Ruhr, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e. V. (RISP) an der Universität Duisburg-Essen, Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik e. V. (RUFIS), Bochum, Technische Universität Dortmund, Universität Duisburg-Essen, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH

 

Unter Gesamtkoordination des FiW wurden in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Netzwerk- und Forschungsprojekt dynaklim zwischen Juli 2009 und Februar 2015 gemeinsam mit den Akteuren in der Emscher-Lippe-Region die Basis und wichtige Bausteine für eine zukünftige, vorausschauende Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels entwickelt. Im Zentrum der Arbeiten standen die möglichen Klimafolgen für den regionalen Wasserhaushalt in den Flussgebieten von Emscher und Lippe, d. h. die Auswirkungen prognostizierter klimatischer Veränderungen auf Oberflächengewässer und Grundwasser und letztendlich auf die gesamte Bandbreite der Wassernutzung.

Das FiW nahm als Federführer des Verbunds die zentrale und übergeordnete Koordination und Steuerung der Projektaktivitäten und des Auf- und Ausbaus des regionalen Netzwerks wahr, war für die zentrale Projektkommunikation verantwortlich und repräsentierte den Projektverbund und das Netzwerk in der Region, gegenüber Fördermittelgeber und Projektträger sowie auf Landes- und Bundesebene. Die Arbeiten des FiW umfassten die Entwicklung und Umsetzung geeigneter Anpassungskonzepte und -maßnahmen sowie Pilotprojekte für die Bewirtschaftung von Oberflächen- und Niederschlagswasser, die Siedlungsentwässerung, das Management konkurrierender Wassernutzungen und die Organisation und Finanzierung wasserwirtschaftlicher (Dienst-)Leistungen. Flankiert wurden diese Aktivitäten durch weitere Arbeiten und Produkte in den Bereichen klimafokussierte wirtschaftliche Entwicklung und Anpassungspotentiale in Politik, Planung und Verwaltung. Weiterhin war das FiW an der Konzeption, Initiierung und Moderation des Roadmap-Prozesses zur Erarbeitung einer regionalen Anpassungsstrategie durch das Netzwerk beteiligt.

Vier der insgesamt sechs Pilotvorhaben wurden unter Federführung des FiW durchgeführt. Zu nennen sind hier insbesondere die Pilotvorhaben in Duisburg und Dortmund, wo die Entwicklung praxistauglicher, innovativer Lösungsmöglichkeiten mit dem Schwerpunkt der wassersensiblen Stadtentwicklung im Fokus stand. Einige der hier erarbeiteten Lösungsmöglichkeiten werden nun in den beteiligten Kommunen weiterverfolgt und auf den Weg zur Umsetzung gebracht. Ebenso war das Pilotvorhaben „Wasser im Dialog“ ein wichtiges Element von dynaklim. Hier wurden mit Bezug zu dem Thema „Nutzungskonkurrenzen bei knappem Wasserdargebot“ unter Federführung des FiW zusammen mit den Wassernutzern an der mittleren Lippe Mechanismen entwickelt, die sektorübergreifend die Kommunikation und Kooperation stärken und Ausgleichsmaßnahmen schaffen.

Das Netzwerk dynaklim arbeitet aber auch nach Ende der Förderperiode im Februar 2015 weiter, um die in dynaklim erarbeiteten Ergebnisse im Netzwerk und durch die einzelnen Netzwerkpartner aktiv zu befördern, den begonnenen regionalen Strategieprozess inhaltlich weiterzuentwickeln und mit anderen Prozessen und Themen in NRW zu verknüpfen. Ein Beispiel hierfür ist die Tatsache, dass dynaklim als ein qualifiziertes Vorreiterprojekt der KlimaExpo.NRW im Bereich Stadtentwicklung ausgezeichnet wurde und somit als ein Vorhaben gekennzeichnet wurde. Ebenso wurde die Roadmap 2020 an über 450 Bürgermeister, Vertreter von Kommunen und Behörden sowie Netzwerkpartner versandt, um das Wissen über die erzielten Ergebnisse von dynaklim und die konkreten Maßnahmenvorschläge an die relevanten Akteure zu vermitteln.

 

dynaklim meets DWA: Forschungsergebnisse findenEingang in die DWA

Auftraggeber: Emschergenossenschaft

Insbesondere die dynaklim-Pilotvorhaben haben gezeigt, dass bei der konkreten Umsetzung von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung noch viele technische, ökonomische und organisatorische Hemmnisse bestehen, auch im gesetzlichen Rahmen und in den technischen Regelwerken. Zusammen mit der Koordinierungsgruppe „Klimawandel“ der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) griff dynaklim diese Themenstellung auf und beschäftigte sich auf der Fachtagung „dynaklim meets DWA“ am29. Oktober 2014 im RuhrCongress Bochum u. a. mit folgenden Fragestellungen:

  • Was ist zu tun, um die vorliegenden Anpassungsmaßnahmen in der Praxis umsetzen zu können?
  • Welche Aufgaben übernimmt dabei die DWA, welche andere Institutionen?
  • Müssen die bestehenden Regelwerke in den Gremien angepasst werden und falls ja, wie?

Die eintägige Tagung stand dabei in der Tradition der jährlichen dynaklim-Symposien und wurde wie gewohnt vom FiW organisiert und von der Emschergenossenschaft finanziert.

Mehr als 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung des Netzwerks dynaklim, der Emschergenossenschaft und der DWA und diskutierten in sechs thematischen Sessions den erreichten Stand des Wissens in den Bereichen Siedlungsentwässerung, Hochwasservorsorge, Gewässerbewirtschaftung und Ressourcenmanagement.

Insgesamt ging es darum, Wege aufzuzeigen, Hemmnisse systematisch zu beseitigen und die Erkenntnisse in Regelwerke zu integrieren. „Das Wissen liegt vor, jetzt muss es von Zuständigen und Engagierten in die Praxis umgesetzt werden“, erläuterte Dipl.-Ing. Jens Hasse, M. A., Koordinator des Netzwerks dynaklim im FiW in seinem Überblick über die fünfjährige Förderperiode. Die Übergabe der indynaklim erarbeiteten Konzepte, Maßnahmen und Empfehlungen an die Fachverbände der Wasserwirtschaft sei ein weiterer konkreter Schritt des Wissenstransfers an Experten und die breite Fachöffentlichkeit.

„Die Besonderheit und das Wertvolle an dynaklim ist der regionale Charakter, das Herunterbrechen auf die konkrete Region“, ergänzte Dipl.-Ing. Bauass. Otto Schaaf, Präsident der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) in seinem abschließenden Blick auf die nächsten Schritte. Die vorgestellten Strategien seien nicht nur theoretisch entwickelt, sondern auch gemeinsam mit anderen Disziplinen in diversen Pilotprojekten erprobt und möglichst auf andere Regionen übertragbar gemacht worden. Die DWA als Fachverband der deutschen Wasserwirtschaft mit mehr als 14.000 Mitgliedern und zahlreichen Netzwerken nimmt die Ergebnisse und Empfehlungen von „dynaklim meets DWA“ in die weitere Gremienarbeit auf. Dipl.-Ing. Bauass. Otto Schaaf kündigte an, dass die Fachtagung regelmäßig als „DWA-Klimatage“ fortgeführt werden soll, so fand die nächste Tagung unter dem Motto „Folgen erkennen – dynamisch planen – jetzt umsetzen“ am 29. September 2015 in Essen statt.

Die Beiträge und Ergebnisse der Tagung „dynaklim meets DWA“ wurden in der 32. Ausgabe der DWA-Zeitschriften „Korrespondenz Abwasser“ (KA) und „Korrespondenz Wasserwirtschaft“ (KW) veröffentlicht, siehe www.dynaklim.de

 

dynaklim in Zahlen

13 antragstellende Partner mit über 80 Projektbearbeitern / Innen, erfolgreiche Bearbeitung von über 70 Einzelaktivitäten in 7 Arbeitsbereichen, Umsetzung von 6 Pilotprojekten, Aufbau und Verstetigung eines Klimafolgenanpassungs-Netzwerks in der Emscher-Lippe Region / Ruhrgebiet mit über 70 Akteuren, 23 thematischen dynaklim-Plattformen mit über 600 Besuchern, fünf dynaklim-Jahrestagungen mit insgesamt über 1.300 Besuchern, über 60 dynaklim-Publikationen sowie eine dynaklim-Roadmap 2020 mit 155 konkreten Maßnahmenempfehlungen zur Klimafolgenanpassung in Kommunen, Institutionen, Verbänden und Unternehmen.

Informationen zu den vom FiW federführend entwickelten Tools „KlimaFlex – Anpassung an den Klimawandel flexibel gestalten“ und „ADAPTUS – Der Selbstcheck für Unternehmen“ auf www.dynaklim.de

 

 

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