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Bestimmung des Versiegelungsgrads aus amtlichen Geobasisdaten

 

Auftraggeber: Wupperverband, LippeverbandUnterstützung durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV)

 

In der wasserwirtschaftlichen Praxis spielen Versiegelungsdaten eine wichtige Rolle. Sie finden beispielsweise Verwendung bei Schmutzfrachtnachweisen, Kanalnetzberechnungen sowie in der Veranlagung von Gebühren und Beiträgen. Einen zentralen Datenbestand von Versiegelungsdaten gibt es im Land NRW nicht.Stattdessen gibt es eine heterogene Datenlandschaft mit kommunal oder regional jeweils individuellen Vorgehensweisen. Die bisherige Abschätzung des Versiegelungsgrads von Siedlungsbereichen erfolgt dabei beispielsweise auf Basis der Analyse von Luftbildbefliegungsdaten.

 

Versiegelungsdaten ableiten – Geobasisdaten in Wert setzen

Auf Basis heute verfügbarer, hoch auflösender topografischer Geobasisdaten sowie Daten der Liegenschaftsämter erwarteten wir die Möglichkeit zur Bestimmung von befestigten Flächen als Grundlage für die Ableitung des Versiegelungsgrads. Eine solche Inwertsetzung von mittel- bis hochauflösenden ATKIS- und ALKIS-Daten für unterschiedliche Anwendungsgebiete findet über eine Vergleichsanalyse auf einem Gesamtgebiet von rund 4.500 km² statt. Das Vorhaben wurde im Oktober 2014 gestartet und gliedert sich zunächst in eine Semantikprüfung (Vergleich attributiver Inhalte) unterschiedlicher Datenbestände, die Anfang 2015 abgeschlossen wurde.

In einem zweiten Schritt zeigten erste Zwischenergebnisse der Flächenanalyse von ATKIS- sowie ALKIS-Daten im September 2015 eine sehr gute Bestimmbarkeit der relevantesten befestigten Flächenbestandteile im Siedlungs- und Verkehrsbereich. Zur weiteren Absicherung der Ergebnisse sind weitere Untersuchungen erforderlich und geplant.Das Vorhaben berücksichtigt die unterschiedlichen relevanten Siedlungsstrukturen wie Wohnbereiche, Mischgebiete, Industrie und Gewerbe in der Großstadt wie im ländlichen Raum. Weiterhin werden die unterschiedlichen Landschaftsräume in NRW berücksichtigt. Die Mittelgebirge weisen dabei orografisch bedingt andere topografische Gegebenheiten auf als das Tiefland. Dieser Blickwinkel bedingt die Kooperation der beiden datengebenden Verbände Lippeverband und Wupperverband, welche die gemeinsam für NRW repräsentativen Siedlungsstrukturen und Landschaftsräume in ihren Verbandsgebieten abdecken.

Als Nutznießer können wasserwirtschaftliche Akteure wie Verbände und Kommunen zukünftig insbesondere auf die ALKIS- und die ATKIS-Daten aus der Landesvermessung zurückgreifen, um die Siedlungs- und die Verkehrsflächen in einem Untersuchungsgebiet detailliert zu identifizieren. Die Luftbildanalysen, die etwa alle 5 Jahre zu aktualisieren sind, könnten dann wesentlich auf den Zweck der Stichprobenanalyse reduziert werden, so dass auf eine flächendeckende Neuanalyse verzichtet werden kann. Damit stünden für eine große Anzahl wasserwirtschaftlicher Aufgaben Daten einheitlicher Qualität zur Verfügung, die auf Basis einer transparenten, prüfbaren und einheitlichen Methode abgeleitet und von der Landesverwaltung zur Verfügung gestellt werden können.

 

 

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