ONAS trifft deutsche Wasserwirtschaft


ONAS trifft deutsche Wasserwirtschaft

Mitte Februar empfing das FiW im Auftrag der KfW hohen Besuch aus Tunesien. Der Generaldirektor der ONAS (nationale Abwasserbehörde) sowie drei seiner Führungskräfte kamen nach Deutschland, um sich über unterschiedliche Organisationsmodelle sowie die Beteiligung Privater an der Abwasserentsorgung zu informieren.
Dabei trafen sie Otto Schaaf, den Vorstand der Stadtentwässerungsbetriebe Köln und gleichzeitig Präsidenten der DWA, und tauschten sich mit ihm über das deutsche Modell der Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) aus. Weiter informierten sich über die Gründe und konkrete Vorgehensweise der Beteiligung von Gelsenwasser an der kommunalen Kläranlage in Emmerich, und sprachen dort mit dem Ersten Beigeordneten der Stadt, Herrn Dr. Stefan Wachs sowie seinem Geschäftsführerkollegen bei den Technischen Werken Emmerich (TWE), Herrn Mark Antoni. Das Landesamt für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW zeigte, wie in Nordrhein-Westfalen kommunale und industrielle Kläranlagen kontrolliert werden, und auf welcher Grundlage Strafen verhängt werden können. Zum Ende der Woche ging es quer durch die Republik nach Berlin. Nachdem die Berliner Wasserbetriebe (BWB) 1999 teilprivatisiert wurden, sind sie nun wieder in öffentlicher Hand – ein spannender Betrieb mit zwei unterschiedlichen Geschäftsmodellen in kurzer Zeit, der durch Herrn Dr. Joachim Reichert, den Leiter der Abteilung Planung und Bau, erklärt wurde.
Die tunesischen Besucher fanden auch Zeit, sich kulturell in Deutschland fortzubilden. Unter anderem haben sie den Kölner Dom, den Reichstag in Berlin und natürlich auch Aachener Printen kennenlernen können.


© 2015 Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen e.V.