No records found in storage folder! Anpassung an den Klimawandel – Start-Meeting des Verbundprojekts RAIN in Ghana

Entsendung einer deutschen Delegation nach Ghana, Accra

Ghana, ein Land, welches in Westafrika am Guineischen Golf liegt, zeichnet sich durch zwei Wetterextrema aus. Während eines Jahres wird das Land zwei Mal von kräftigen Regenperioden mit dazwischen liegenden Trockenphasen heimgesucht. Während der Süden in den Regenzeiten unter starken Überflutungen leidet, kämpft der Norden in den Trockenzeiten mit massiver Wasserknappheit. An diesen Problemen setzt das Projekt RAIN an. Es sucht nach innovativen Lösungen zur Bekämpfung der Probleme im Rahmen von Frühwarnsystemen, Regenwasserbewirtschaftungskonzepten und Wasseraufbereitungsmethoden unter Verwendung von lokalen Ressourcen.

Im Rahmen des Verbundprojekts „RAIN– Zukunftsfähige Technologien und Dienstleistungen zur Anpassung an den Klimawandel in hochwasser- und dürregefährdeten Siedlungsräumen in Ghana“ aus der Client II-Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) reiste Anfang November 2019 eine deutsche Delegation, bestehend aus Mitarbeitern des FiWs, der Ruhr Universität Bochum und der industriellen deutschen und niederländischen Partner HKV, AquaTechnik und AWAS, nach Ghana. Ziel dieser Reise war das persönliche Kennenlernen der deutschen und ghanaischen Projektpartner sowie der Besuch möglicher Projektstandorte.

Die Reise führte das Konsortium zunächst in die Hauptstadt Accra. Eine Millionenmetropole unmittelbar am Golf von Guinea gelegen. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen und der Besichtigung der universitären Einrichtungen bestand die Aufgabe darin, eine geeignete Region für die Pilotanlagen zu identifizieren.

Die Delegation besuchte in der Nähe von Accra im Distrikt Adenta sowie in der Nähe von Kumasi auf universitätseigenem Land einige Standorte. Beide Gebiete waren in verschiedener Hinsicht interessant. So wiesen die besichtigten Wasserreservoire aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung und ihres Verschmutzungsgrades die richtigen Voraussetzungen für das Projektvorhaben auf. Auch befanden sich in der Nähe dieser Reservoire lokale Kleinplantagen, die auf unterschiedliche Weise bewässert wurden und somit eine Grundvoraussetzung für die im Projekt zu testenden Bewässerungsmethoden bilden. Den Wasserreservoiren wurden Proben entnommen, um zu prüfen, ob die Teiche für die verschiedenen vorgesehenen Wasseraufbereitungsmethoden geeignet sind.

Die Analyse der Wasserproben wird durch unseren Projektpartner Envaserv durchgeführt.

Im Rahmen des Campusbesuchs am IESS und am Department of Planning sowie am Department of Civil Engineering der KNUST hatte die Delegation die Möglichkeit, mit den Verantwortlichen der Universität über die Einbeziehung der lokalen Behörden und der Studenten in die Entwicklung geeigneter Ausbildungsmodule und eines Frühwarnsystems für Überschwemmungen, damit das System gut angepasst und anwendbar ist, zu sprechen.

 

Weitere Informationen zum Projektverlauf auf https://www.bmbf-client.de/projekte/rain und unter https://www.bmbf-rain.com.

 

Ansprechpartner: Sajjad Tabatabaei, Sajjad.Tabatabaei(at)fiw.rwth-aachen.de, Tel.: 0241 / 80 2 61 59

 
 
 
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