Einsatz von Messtechnik-Prototyp an der Rur

Erstmals seit Beginn der globalen Corona-Pandemie fand am FiW wieder eine Messfahrt zur Erprobung eines Temperaturmesstechnik-Prototyps im Gewässer statt. Diese wurde im Rahmen des Projekts TeGeRam – „Entwicklung eines Prototyps zur räumlichen und zeitlichen Temperaturbestimmung in Gewässern durch faseroptische Ramanspektroskopie“ durchgeführt. Gemeinsam mit dem Projektpartner OSSCAD werden Prototypen zur hochaufgelösten Temperaturerfassung sowohl für Stand- als auch Fließgewässer entwickelt. Das Kooperationsprojekt wird über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Unter Beachtung aller notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zur Gewährleistung einer Minimierung der Ansteckungsgefahr durch das COVID-19-Virus konnten vier Mitarbeitende an der Rur auf Höhe der Renaturierungsmaßnahme bei Koerrenzig mehrere Messungen durchführen. Hierbei wurden alle in der Projektlaufzeit entwickelten Sensoren erstmals zusammen mit dem von OSSCAD entwickelten faseroptischen Temperaturmesskabel im Feld eingesetzt. Dazu gehören ein GNNS zur absoluten Positionierung des Systems sowie verschiedene Winkelmesser, um die Position jedes einzelnen Messwerts mittels geometrischer Berechnungen bestimmen zu können. Die verschiedenen Datenquellen loggen momentan auf lokalen Speicherträgern und alle Daten werden im Post-Processing über den Zeitstempel zur Auswertung zusammengeführt. Der Einsatz lief mit zwei Messfingern, wobei jeder Messfinger mit einer Länge von 1,80 m eine Messkabellänge von etwa 100 m trägt. Dies entsprecht ca. 1.000 Messpunkten. Mit Hilfe des im BMBF-geförderten Projekts RiverView® entwickelten RiverBoats wurden sowohl Referenztemperaturmessungen durchgeführt wie auch ergänzend weitere Parameter der Gewässergüte, die Fließgeschwindigkeit sowie die Bathymetrie des Testabschnitts aufgezeichnet.

Die insgesamt 24-monatige Projektlaufzeit endet im August 2020. Bis dahin werden weitere Feldversuche durchgeführt, um den Prototyp in verschiedenen Fließgewässern zu erproben und spannende Daten zu generieren. So können beispielsweise Einleitfahnen quantifiziert und zur besseren Analyse und Bewertung als 3D-Darstellung visualisiert werden Das stationäre Messsystem ist bereits seit November 2019 auf der vom WVER zur Erprobung bereit gestellten Wehebachtalsperre installiert und konnte dort die Auflösung der Sprungschicht im Winter sowie die Bildung der Sprungschicht im Frühling erfassen.

 

Ansprechpartner: Sophia Schüller, schueller(at)fiw.rwth-aachen.de, Tel.: 0241 / 80 2 68 17

 

 
 
 
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