10th Green & Sustainable Chemistry Conference: Vortrag zu Power-to-Methanol auf Kläranlagen
Fabio Voit und Lukas Hammerschick vom FiW e. V. präsentierten aktuelle Forschungsergebnisse auf der 10th Green & Sustainable Chemistry Conference vom 18. bis 20. Mai in Dresden. Vorgestellt wurde der Beitrag „Unlocking energy flexibility and sector coupling at WWTPs through power-to-methanol: A dynamic energy system simulation study for the large-scale WWTP Bottrop“.
Im Rahmen der 10th Green & Sustainable Chemistry Conference in Dresden präsentierten Fabio Voit und Lukas Hammerschick vom FiW e. V. aktuelle Forschungsergebnisse zur Integration von Power-to-Methanol-Systemen auf Kläranlagen. Erarbeitet wurden die Ergebnisse zusammen mit Niklas Höing und Thorsten Lind von der Emschergenossenschaft.
Der vorgestellte Beitrag mit dem Titel „Unlocking energy flexibility and sector coupling at WWTPs through power-to-methanol: A dynamic energy system simulation study for the large-scale WWTP Bottrop“ untersucht die dynamische Integration einer Power-to-Methanol-Anlage in das Energiesystem der Kläranlage Bottrop. Im Fokus der Arbeiten stand die Frage, welchen Beitrag Power-to-X-Technologien zukünftig zur Flexibilisierung großer Kläranlagen und zur Defossilisierung der angeschlossenen Zielsektoren für die Kohlenstoffprodukte leisten können. Hierzu wurde ein dynamisches Energiesystemmodell der Kläranlage Bottrop aufgebaut und anhand realer Betriebsdaten validiert. Aufbauend darauf wurden verschiedene Szenarien zur Integration erneuerbarer Energien, Elektrolyse und Methanolsynthese untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Power-to-Methanol-Systeme nicht ausschließlich zur stofflichen Nutzung biogenen Kohlenstoffs beitragen können, sondern gleichzeitig zusätzliche Flexibilitätspotenziale im Energiesystem der Kläranlage oder anderer komplexer Energiesysteme erschließen. Insbesondere die Nutzung von Überschussstrom, die erhebliche Reduzierung fossiler Wärmeerzeugung sowie die sektorengekoppelte Nutzung von Wasserstoff, Sauerstoff und Biomethan standen dabei im Mittelpunkt der Untersuchung.
Die schriftliche Veröffentlichung der Ergebnisse im Rahmen eines peer-reviewed Conference Proceedings ist aktuell in Vorbereitung.
Die Arbeiten entstanden im Rahmen des Projekts E-BO(2)t, welches im Rahmen des Gesamtkonzepts Erneuerbare Kraftstoffe durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert. Die Förderrichtlinie für die Entwicklung regenerativer Kraftstoffe wird von der NOW GmbH koordiniert und durch die Projektträger VDI/VDE Innovation + Technik GmbH sowie die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. umgesetzt.
Das FiW bedankt sich außerdem bei den Organisatorinnen und Organisatoren von Elsevier der Konferenz sowie allen Teilnehmenden für den fachlichen Austausch und die spannenden Diskussionen.

