Grenzgewässer im Fokus: Workshop zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Wasserwirtschaft in Arnheim, Niederlande
Am 10. und 11. Juli 2025 facilitierte das FiW in Arnheim einen zweitägigen Workshop zur grenzüberschreitenden Wasserbewirtschaftung zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden. Die Veranstaltung wurde im Auftrag der Provinz Gelderland, Grenspost Düsseldorf und in enger Kooperation mit dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW organisiert. Ziel war es, Maßnahmen zur Umsetzung der Zukunftsstrategie Wasser – H20 NRW zu entwickeln, insbesondere des Ziels „Europäische Nachbarschaft flussgebietsbezogen leben! Enge Abstimmung intensivieren, gemeinsame Bewirtschaftungs- und Schutzansätze entwickeln“.
Die Zukunftsstrategie Wasser verfolgt 17 übergreifende Ziele, die die Wasserwirtschaft nachhaltig, klimaresilient und zukunftsorientiert ausrichten sollen. Ziel 13 widmet sich ausdrücklich der engen Zusammenarbeit mit den europäischen Nachbarn: Flussgebietsbezogenes Handeln, die gemeinsame Entwicklung von Bewirtschaftungs- und Schutzansätzen sowie eine verstärkte Abstimmung stehen dabei im Vordergrund. Es existieren auch schon verschiedene Gremien und Arbeitsgruppen, in denen wichtige und gemeinschaftliche Arbeit geleistet wird. Angesichts der besonderen Lage Nordrhein-Westfalens als Oberlieger zahlreicher Gewässer, die in die Niederlande entwässern, ist die enge Kooperation mit den angrenzenden niederländischen Provinzen und Waterschappen von zentraler Bedeutung. Denn klar ist: Gewässer machen nicht an Grenzen Halt.
Rund 60 Teilnehmende aus Ministerien, Bezirksregierungen, Kreisen, Wasserverbänden in NRW sowie niederländischen Behörden und Organisationen kamen in Arnheim zusammen, um im Rahmen von vier Arbeitsgruppen und mehreren Workshop-Phasen intensiv an einer gemeinsamen Vision und konkreten Maßnahmen zu arbeiten. Zunächst wurden Leitbilder für die künftige grenzüberschreitende Zusammenarbeit entwickelt, bevor bestehende Strukturen und Rahmenbedingungen analysiert wurden. Im dritten Schritt stand die Entwicklung konkreter Maßnahmen im Mittelpunkt, die unmittelbar an das im Vorjahr erschienene Eckpunktepapier der Wasserstrategie NRW anknüpfen.
Die erarbeiteten Vorschläge betrafen beispielsweise organisatorische Verbesserungen der Abstimmungsprozesse oder regelmäßige gemeinsame Veranstaltungen in verschiedensten Formaten. Ergänzt wurde der Workshop durch interkulturelle Impulse, die wertvolle Perspektiven auf die Zusammenarbeit eröffneten. Ein gemeinsamer Abend mit einem Abendessen im Restaurant des Hauses der Provincie Gelderland und verschiedenen Teambuilding-Aktivitäten boten den Teilnehmenden zudem Gelegenheit, sich jenseits fachlicher Themen auszutauschen.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für ihr Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit und freuen uns darauf, die entwickelten Ansätze gemeinsam weiter voranzubringen.

