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„Grenzüberschreitender Workshop NL-NRW in der Wasserwirtschaft“:

FiW moderiert erneut deutsch-niederländische Veranstaltung für die grenzüberschreitende regionale Wasserwirtschaft, zu Gast beim MUNV in Düsseldorf

Bereits im letzten Jahr konzipierte und moderierte das FiW erfolgreich den grenzüberschreitenden „Grenzgewässer-Workshop“ in Arnheim, Niederlande. Nun wurde am 2. Oktober der zweite jährliche Grenzgewässer-Workshop unter der Federführung des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MUNV) in Düsseldorf durchgeführt. Jana Vredenburg, wissenschaftliche Mitarbeiterin am FiW war erneut mit der Gesamtmoderation der eintägigen Veranstaltung betraut. Die rund 60 internationalen Wasserwirtschafts-Expertinnen und -Experten aus den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen fokussierten sich diesmal insbesondere auf die Struktur und Organisation der Wasserwirtschaft in beiden Ländern und diskutierten zu Möglichkeiten, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit durch eine überarbeitete Governance-Struktur zu verbessern.  

Die Veranstaltung begann mit einem Podiumsgespräch zwischen Staatssekretär Viktor Haase und der Deichgräfin der waterschap Limburg, Saskia Borgers. Im Gespräch lobten Frau Borgers und Herr Haase die zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen gewachsene Zusammenarbeit und betonten die gemeinsam gelebten Werte Vertrauen, Vernetzung und Verantwortung sowie die Relevanz einer gegenseitigen Neugier und Offenheit. Anschließend wurde im Rahmen von Vorträgen das gegenseitige Verständnis der Wasserverbandsstrukturen vertieft. So präsentierte Eric Kuindersma (politischer Berater für Außenbeziehungen der waterschap Rivierenland) die Organisation der Wasserwirtschaft und die spezifische Rolle der Waterschappen als Wasserbehörden in den Niederlanden. Um die deutsche Organisationsstruktur zu erläutern präsentierten Jennifer Schäfer-Sack (Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwirtschaftsverbände in Nordrhein-Westfalen, agw) und Gesa Amstutz (Geschäftsbereichsleiterin Wasserwirtschaft, Betrieb & Technik der Linksniederrheinischen Entwässerungs-Genossenschaft, LINEG) die Struktur der Wasserverbände in NRW am Beispiel der LINEG. 

Abschließend wurde in einer interaktiven Workshop-Session zu Möglichkeiten, die bestehenden grenzüberschreitenden Gremien zu überarbeiten und zu konsolidieren diskutiert. Die Fragestellung nach einer verbesserten Organisationsstruktur von grenzüberschreitenden Gremien und deren Governance entstand unter anderem im Nachgang des ersten Grenzgewässerworkshops im Juli 2025 in Arnheim: Nachdem in Arnheim eine Fülle von knapp 200 möglichen Maßnahmen zur Verbesserung der regionalen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Wasserwirtschaft erarbeitet wurde, war für die Ansprechpersonen beider Länder schnell deutlich, dass insbesondere die Maßnahmen zur Verbesserung der Governance von Gremien großes Potenzial für nachhaltige Verbesserungen in der Zusammenarbeit beinhalten. 

Als erster Schritt wurde dafür zunächst eine Machbarkeitsstudie beauftragt, welche die Möglichkeiten zu Verbesserungen eingehend betrachtet und abwägt. Diese Studie soll in mehrfacher Hinsicht eine positive Wirkung entfalten: Sie gilt als ein weiterer konkreter Baustein bei der Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, da von niederländischer Seite der Beratungsdienstleister Berenschot (im Auftrag des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Wasser) und von deutscher Seite das FiW (im Auftrag der Provinz Overijssel und des MUNV) zusammenarbeiten. Weiterhin sollen im Rahmen der Studie relevante wasserwirtschaftliche Expertinnen und Experten interviewt werden, sodass die Ergebnisse der Studie durch eine breite Beteiligung eine hohe Tragfähigkeit für die spätere Verwertung entwickeln soll. Die interaktive Workshop-Session am 2. Oktober trug in diesem Sinne bereits wesentlich zur Bestandsaufnahme des Machbarkeitsstudie bei. Die Machbarkeitsstudie ist somit bereits eine konkrete Maßnahme auf dem Weg zu einer verbesserten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und soll bereits Anfang 2027 ihre Ergebnisse präsentieren. 

In seinen Abschlussworten an die Teilnehmenden bedankte sich Matthias Börger, Abteilungsleiter IV – Wasserwirtschaft und Bodenschutz im MUNV bei den Teilnehmenden für den freundschaftlichen und konstruktiven Austausch in herzlicher Atmosphäre.
Das FiW bedankt sich für das erneute Vertrauen und freut sich auf die weitere gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit!

Weitere Informationen: www.umwelt.nrw.de/grenzwasser-workshop-nrw-niederlande-zusammenarbeit-im-zeichen-der-wasserfamilie