Direkt zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen Zur Unternavigation springen

IndiKlimA holt das Deutsche Institut für Urbanistik als starken Partner an Bord:

Das Difu erstellt im Rahmen des Projekts ein Gutachten zum Thema „Klimawandel, Hitzevorsorge und Gesundheit“

Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist das größte Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum und berät Kommunen bei allen Aufgaben, die sie heute und in Zukunft zu bewältigen haben. Damit ist das Difu ein starker, unabhängiger und praxisorientierter Partner für das IndiKlimA-Forschungskonsortium. Im Rahmen eines Unterauftrags wird das Difu das Projekt IndiKlimA durch die Erstellung eines Gutachtens zum Thema „Klimawandel, Hitzevorsorge und Gesundheit“ unterstützen. Insbesondere die Hitzewellen und die einhergehende Dürreperiode der vergangenen Wochen haben gezeigt, dass Deutschland sich dringenden Fragestellungen zur Anpassung an den Klimawandel stellen muss. Um für zukünftige Hitzebelastungen gewappnet zu sein, müssen Kommunen nun zügig handeln und angemessene Anpassungsmaßnahmen planen und in die Umsetzung bringen. Das Gutachten „Klimawandel, Hitzevorsorge und Gesundheit“ setzt genau hier an und soll dazu beitragen, einheitlich messbare Indikatoren zur Fortschrittmessung bei Hitzeanpassungen liefern. 

Hitze zählt zu den Klimafolgen mit den unmittelbarsten gesundheitlichen Auswirkungen. Während Hitzeperioden steigt die Zahl der Sterbefälle regelmäßig deutlich an; bestehende Herz-Kreislauf-, Atemwegs- und Nierenerkrankungen verschärfen sich, und vulnerable Gruppen – ältere Menschen, Kleinkinder, Vorerkrankte sowie im Freien Tätige – sind besonders betroffen. Für das Jahr 2022 wurden in Deutschland mehrere Tausend hitzebedingte Sterbefälle geschätzt; seit 2023 berichtet ein wöchentliches Monitoring während der Sommermonate über die hitzebedingte Übersterblichkeit.

Während auf Bundes- und Landesebene inzwischen fortgeschriebene Datengrundlagen vorliegen, die hitzebezogene Indikatoren abbilden, fehlt auf der kommunalen und regionalen Ebene, auf der ein Großteil der konkreten Hitzevorsorge geleistet wird, ein vergleichbares Instrument, um Anpassungsfortschritte systematisch zu erfassen und politisch zu begleiten. Kommunale Anpassungskonzepte werden vielerorts erstellt, ihre Wirkung bleibt mangels standardisierter Indikatoren aber häufig unbestimmt. Gerade in einer heterogenen Projektregion – von dicht bebauten Lagen des Ruhrgebiets bis zu den topografisch geprägten Räumen des Bergischen Landes – ist ein übertragbares, standardisiertes Indikatoren-Set von besonderem Wert.

Ziel des Gutachtens ist es daher, für das Themenfeld „Klimawandel, Hitzevorsorge und Gesundheit“ praxistaugliche Response-Indikatoren zu entwickeln, die Umfang und Wirkung kommunaler Anpassungsmaßnahmen messbar machen und in ein integriertes Monitoringkonzept überführt werden.

Das Forschungskonsortium freut sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Difu. 

Das Projektkonsortium IndiKlimA vereint wissenschaftliche, technische und kommunale Expertise: Das Forschungsinstitut für Wasserwirtschaft und Klimazukunft an der RWTH Aachen (FiW) übernimmt die Projektkoordination und Indikatorenentwicklung. Der Regionalverband Ruhr (RVR) bringt seine regionale Vernetzung mit 53 Mitgliedskommunen ein. Das Unternehmen Disy Informationssysteme GmbH entwickelt die Softwarelösung. Als kommunale Praxispartner sind die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal, die gemeinsam das Bergische Städtedreieck bilden, sowie der Kreis Mettmann beteiligt.