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IndiKlimA Workshop beim RVR in Oberhausen schweißt Team bei 33 °C weiter zusammen

Am 4. Und 5. August fand der zweite reguläre Präsenz-Workshop des IndiKlimA-Forschungskonsortiums im Besucherzentrum des Regionalverbands Ruhr (RVR) im Haus Ripshorst in Oberhausen statt. Bei hochsommerlichen 33 °C diskutierte das Team unter anderem über die Definition von Anforderungen an das Zielprodukt und über die Zusammenhänge von Zielaussagen, Handlungsfeldern und Indikatoren im Fortschrittsmonitoring von kommunaler Klimaanpassung. Während der anderthalb Tage war durch die hohen Temperaturen die Dringlichkeit der Klimaanpassung im Bereich Hitze und Trockenheit deutlich spürbar.

Das Projektkonsortium IndiKlimA wurde vom Projektpartner Regionalverband Ruhr (RVR) freundlich im Besucherzentrum Haus Ripshorst empfangen. Die Besonderheiten des Standortes in einem ehemaligen Zechegebiet wurden durch Marco Mersmann vorgestellt. Danach standen tiefgehende inhaltliche Diskussionen rund um die Machbarkeit von verschiedenen Indikatoren in kommunaler Klimaanpassung auf der Tagesordnung. Das Konsortium diskutierte beispielsweise ausführlich über die angewandte DPSIR-Logik, auf deren Basis Indikatoren abgeleitet werden sollen. Die Definition der beiden Indikator-Kategorien (Impact-Indikatoren und Response-Indikatoren) und die Einbringung der IOOI-Logik, einem bewährten Rahmenwerk im Wirkungsmanagement (Input, Output, Impact, Outcome) war ein wichtiger Grundstein für den Aufbau eines gemeinsamen Verständnisses von komplexen Wirkmechanismen in der Klimaanpassung.

Ein weiterer zentraler Aspekt der Diskussion war die Frage der Zielsetzung des Zielproduktes. Das Projekt IndiKlimA setzt den Fokus bewusst auf das Monitoring und die Evaluierung von Fortschritten in der kommunalen Klimaanpassung und strebt dadurch explizit nicht an, dass das Zielprodukt als Entscheidungsgrundlage für die Abwägung von verschiedenen Klimaanpassungsmaßnahmen genutzt werden kann. Es soll stattdessen möglich sein, dass Kommunen ihre eigene Verbesserung in der Klimaresilienz über die Zeit hinweg abbilden. Weiterhin soll durch die standardisierten Indikatoren Vergleiche der Kommunen untereinander ermöglicht werden. Da die Auswirkungen des Klimawandels lokal sehr unterschiedlich sind und Kommunen sehr individuelle Anpassungsmaßnahmen ergreifen, die auf ihre Bedürfnisse maßgeschneidert sind, können nicht alle Indikatoren für alle Kommunen gleichermaßen relevant sein. Die Berücksichtigung dieser individuellen lokalen Unterschiede soll durch einen modularen Aufbau der Indikatoren gewährleistet werden. 

Indem sich das Konsortium über die Anschlussfähigkeit der Indikatoren auf bereits bestehende Rahmenwerke (Handlungsfelder) des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) austauschte, wurde sichergestellt, dass die Bemühungen zur Anpassung an den Klimawandel auf kommunaler Ebene an die regionalen und landesweiten Konzepte anschließen. Gleichermaßen wurde durch die verschiedenen Raumebenen, die im Konsortium vertreten sind sichergestellt, dass die Bedürfnisse sowohl der kommunalen Praxispartner des Bergischen Städtedreiecks (Stadt Remscheid, Stadt Solingen und Stadt Wuppertal), als auch die des Kreises Mettmann und der Regionalverbands Ruhr (RVR) berücksichtigt werden. Durch das Unternehmen Disy Informationssysteme GmbH wird gewährleistet, dass das spätere technische Zielprodukt in der Praxis einsetzbar ist. Das Forschungsinstitut für Wasserwirtschaft und Klimazukunft an der RWTH Aachen (FiW) sorgt mit der übergreifenden Projektkoordination und Indikatoren-Entwicklung für die wissenschaftliche Expertise.

Der nächste Präsenzworkshop ist für Anfang Oktober geplant und wird bei der disy Informationssysteme GmbH in Karlsruhe stattfinden.