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FiW präsentiert RePhoR-Erkenntnisse auf der Berliner Klärschlammkonferenz

Wie lassen sich Erkenntnisse aus der Forschung und Praxis für die Umsetzung der Phosphorrückgewinnung bündeln?

Diese Frage stand bei dem Vortrag zu den Erkenntnissen des BMFTR-geförderten Projekts RePhoR im Vordergrund, welcher bei der jährlichen Berliner Klärschlammkonferenz (BKK) am 11. und 12. November 2025 gehalten wurde. Im Fokus der diesjährigen Konferenz standen die Umsetzung der zügig näher rückenden Rückgewinnungspflicht ab 2029, der Aufbau von P-Recyclingkapazitäten sowie die rechtlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen bei Planung und Betrieb entsprechender Anlagen.

In der Sitzung zur Phosphorrückgewinnung stellte Sophia Schüller, Projektleiterin des TransPhoR-Teams am FiW e. V., zentrale Erkenntnisse aus dem BMFTR-geförderten Projekt RePhoR vor. Unter dem Titel „Erkenntnisse und Praxisimpulse aus der BMFTR-Fördermaßnahme Regionales Phosphor-Recycling“ zeigte sie, welche Erfahrungen die sieben RePhoR-Verbundprojekte bislang gesammelt haben – von der technischen Umsetzung großskaliger Verfahren über rechtliche Fragen bis hin zur Vermarktung und Akzeptanz von Rezyklaten.

Phosphor ist ein essentieller und nicht substituierbarer Baustein in allen Lebewesen und wird vor allem als Dünger für eine ertragreiche Landwirtschaft gebraucht. Da die EU über keine eigenen Rohphosphatlagerstätten verfügt, ist sie vollständig auf Importe angewiesen, was entsprechende Risiken für die Versorgungssicherheit zur Folge hat. Das Projekt TransPhoR koordiniert den wissenschaftlichen Transfer innerhalb der Fördermaßnahme RePhoR. Ziel ist es, innovative regionale Lösungen zur Rückgewinnung und Verwertung von Phosphor zu entwickeln und großtechnisch umzusetzen. Dazu bündelt TransPhoR die Erfahrungen der sieben geförderten Verbundprojekte, wertet sie wissenschaftlich aus und vermittelt sie gezielt an Praxis, Politik und Öffentlichkeit.

Besonders relevant waren die vorgestellten Impulse für verschiedene Akteure, die sich auf die Umsetzung der gesetzlichen Rückgewinnungspflicht vorbereiten. Die Ergebnisse stammen aus dem im Juli 2025 veröffentlichen Bericht https://www.bmbf-rephor.de/download-statusbericht-2025/

Die Veranstaltung bot Raum, um sich über die aktuellen Entwicklungen im Bereich des Phosphorrecyclings, der Klärschlammverwertung, sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen auszutauschen und sich zu vernetzen. 

Weitere Informationen zu dem Projekt RePhoR finden Sie hier: https://www.bmbf-rephor.de/