Für alle sieben Verbundprojekte der BMFTR-Fördermaßnahme RePhoR stehen ab sofort Verfahrenssteckbriefe zum Download bereit. Sie fassen die wesentlichen technischen Informationen zu den jeweiligen Recyclingverfahren kompakt zusammen: Neben einer Kurzbeschreibung des Projekts enthalten sie ein Prozessschema, Prozessdaten, Eigenschaften der erzeugten Phosphor-Rezyklate sowie Hinweise zu Betriebsanforderungen. Die Steckbriefe richten sich an alle, die einen schnellen, fundierten Überblick über die in RePhoR entwickelten und erprobten Verfahren gewinnen möchten, etwa zur Orientierung bei der eigenen Planung oder als Einstieg in die Projektunterlagen.
Phosphor ist ein essentieller und nicht substituierbarer Baustein in allen Lebewesen und wird vor allem als Dünger für eine ertragreiche Landwirtschaft gebraucht. Da die EU über keine eigenen Rohphosphatlagerstätten verfügt, ist sie vollständig auf Importe angewiesen, was entsprechende Risiken für die Versorgungssicherheit zur Folge hat. Eine wichtige Rolle zur Sicherung der zukünftigen Versorgung spielt hierbei die Rückgewinnung von Phosphor aus P-reichen Abfallströmen, wie Abwasser und Klärschlamm.
Seit 2020 arbeiten im Rahmen der BMFTR-Fördermaßnahme RePhoR sieben Verbundprojekte an Konzepten zur Phosphor-Rückgewinnung und setzen diese im großtechnischen Maßstab um. Dabei stehen nicht nur technische Fragen im Fokus, sondern auch rechtliche und organisatorische Aspekte – etwa interkommunale Zusammenschlüsse, Kooperationen mit privatwirtschaftlichen Partnern, logistische Lösungen, Zertifizierungsanforderungen sowie die Qualität und Marktfähigkeit der erzeugten Rezyklate. Die Projekte haben ihre Anlagen inzwischen realisiert und erste Betriebserfahrungen gesammelt. Diese praktischen Erkenntnisse sind zentral, um zukünftige Investitionsentscheidungen fundiert treffen zu können.


