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Tech Impact Festival 2026: Datengestützte Klimaanpassung für Kommunen

Beim Tech Impact Festival am 25. und 26. März 2026 an der RWTH Aachen diskutierten rund 1.500 Teilnehmende aus Wissenschaft, Wirtschaft und Start-ups über den Transfer von Innovationen in die Praxis. Unter dem Leitmotiv „Bridging the Innovation Gap“ standen insbesondere anwendungsorientierte Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Mittelpunkt. Das FiW beteiligte sich an der Session „Wasser und Klimaanpassung in der gebauten und gelebten Umwelt“ und brachte Erfahrungen aus der wasserwirtschaftlichen Forschung ein. Die zentrale Frage hierbei lautete, wie Kommunen Klimaanpassungsmaßnahmen bewerten und priorisieren können. Wir haben uns gefreut, aktiv an der Veranstaltung teilzunehmen und unsere Arbeiten in den fachlichen Austausch einzubringen.

Im Rahmen der Session hielt Nina Ott, M. Sc., den Vortrag „Priorisieren, bevor es teuer wird: datengestützte Klimaanpassung in Kommunen“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kommunen Klimaanpassungsmaßnahmen systematisch bewerten und priorisieren können.

Als Best-Practice-Beispiel wurde das Projekt R2K-Klim vorgestellt. Ziel des Projektes war es, Kommunen bei der strukturierten Planung von Klimaanpassungsmaßnahmen zu unterstützen. Als Praxispartner diente die Stadt Duisburg, in der die entwickelten Ansätze exemplarisch angewendet wurden. 

Das Projekt entwickelte Methoden, mit denen sich klimabedingte Risiken, Betroffenheiten sowie die Wirkungen von Maßnahmen vergleichbar darstellen lassen. Grundlage ist eine strukturierte Bewertung verschiedener Handlungsoptionen anhand definierter Indikatoren. 

Ein zentrales Ergebnis ist das Entscheidungsunterstützungstool „Klimaanpassung Urbaner Systeme (KLAUS)“. Das Tool stellt Klimawirkungen wie Hochwasser, Starkregen und Hitze visuell dar. Diese Informationen lassen sich in Planungsprozesse integrieren, etwa bei Bauvorhaben oder der Planung blau-grüner Infrastrukturen. Gleichzeitig unterstützt die visuelle Aufbereitung die Kommunikation mit politischen Entscheidungstragenden und der Öffentlichkeit.

Ab 2027 ist vorgesehen, ausgewählte Methoden auf weitere Regionen zu übertragen, darunter das Ruhrgebiet und die Städteregion Aachen. Die im Projekt R2K-Klim entwickelten Ansätze tragen dazu bei, Entscheidungsprozesse in Kommunen zu strukturieren und vergleichbar zu machen. Ergebnisse können in bestehende Planungsinstrumente wie Klimaanpassungskonzepte integriert werden. Dadurch lassen sich Maßnahmen frühzeitig priorisieren und langfristige Folgekosten durch Klimaschäden reduzieren.

Das Tool ist hier verfügbar.