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HoWaMan

Hochwasserrisikomanagement in semiariden und ariden Gebiebten

Der Iran steht aufgrund seines semiariden bis ariden Klimas und seiner geographischen Besonderheiten, in Anbetracht des Klimawandels, vor besonderen Herausforderungen. So hat das Land häufig mit schweren Dürre zu kämpfen, da Niederschläge selten und unregelmäßig auftreten. Diese selten eintretenden Niederschläge sind geprägt von geringer Dauer mit sehr hohen Intensitäten. Die daraus resultierenden Sturzfluten stellen durch ihr plötzliches und unvorhergesehenes Auftreten ein von der Bevölkerung oftmals unterschätztes Risiko für Leib und Leben sowie sämtliche Sachgüter dar. Mit diesen Herausforderungen hat besonders das Einzugsgebiet des Kan-Flusses in der Provinz Teheran zu kämpfen. Das Gebiet wird im Norden durch seine steilen Gebirgshängen und im Süden durch die Hauptstadt-Metropole Teheran mit über 11 Millionen Einwohnern charakterisiert. Diese Lage zieht vor allem Lokaltouristen an, welche das Gebiet zur Naherholung nutzen.

Ziel des Gesamtvorhabens

Ziel des Verbundprojektes ist es neben der Identifizierung von überflutungsgefährdeten Bereichen im Einzugsgebiet des Kan-Flusses, die Entwicklung eines lokalen Frühwarnsystems sowie die Konzeptionierung eines wirksamen Hochwasserrisikomanagements. Dadurch wird das Risikobewusstsein der Bevölkerung und der Behörden gestärkt und neben den wirtschaftlichen und politischen Aspekten auch soziale Komponenten als fester Bestandteil im Hochwasserrisikomanagement integriert. So sollen Bewohner aktiv einbezogen werden, um private Anpassungsmaßnahmen an Überschwemmungen in das HWRM zu integrieren.

Um das lokale Hochwasserrisikomanagement in ariden und semiariden Regionen zu stärken wird neben der Bewertung des Hochwasserrisikos, auch ein Frühwarnsystem für die Region entwickelt werden, welches mit Hilfe von Echt-Zeitüberwachungsdaten und Hochwasserprognoseprozessen gefährdete Bürger rechtzeitig über drohende Überschwemmungen informiert. Zusätzlich soll die Vulnerabilität dieser Region reduziert werden, indem ein Hochwasserpass für Gebäude erarbeitet wird, damit Gefahrenpotential besser abgeschätzt werden kann.

Als weiteres wichtiges Ziel des Gesamtvorhabens ist der Kapazitätenaufbau von Fachkräften sowie die Sensibilisierung von unterschiedlichen Interessengruppen und Bewohnern für Hochwasser mit Hilfe einer zielgerichteten Risikokommunikation. Dabei kommen abgestimmt auf die jeweilige Interessengruppe unterschiedliche Medien wie 3D-Modelle, Augmented Reality und Aufklärungsfilme zum Einsatz.

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Manuel Krauß
+49 (0) 241 80 2 68 43 / E-Mail

Rona Michaelis, M.Sc.
+49 (0) 241 80 2 68 20 / E-Mail

Hamed Etminan, B.Sc.
+49 (0) 241 80 2 68 25 / E-Mail

 

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

PROJEKTPARTNER

RWTH Aachen University Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW); Institut für Soziologie Lehrstuhl für Technik und Organisation (STO); Hochschule Magdeburg-Stendal Lehrgebiet Hydromechanik, Hydrodynamische Modellierung und Hochwasserrisiko (HS-M); HochwasserKompetenzCentrum e. V.; Kisters AG; DTM GmbH & Co. KG