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iResilience – wassersensible Stadtentwicklung in Richtung Klimafolgenanpassung

Soziale Innovationen und intelligente Stadtinfrastrukturen für die resiliente Stadt der Zukunft

Auf dem Weg zu einer Wassersensiblen Stadtentwicklung begleiten wir Kommunen, Regionen und Verbände bei der Sensibilisierung, dem Wissensaufbau und einer gemeinsamen Strategieentwicklung in Richtung Klimafolgenanpassung.

Eine kurze Geschichte: Köln Deutz – Hochsommer 2040

„Der Rhein hat seit 2 Wochen den niedrigsten Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen, in den Medien wird fortlaufend über die Folgen der extremen Hitze berichtet. Es leiden vor allem Senioren und Kleinkinder unter der anhaltenden Hitzewelle.

Doch eine junge Mutter merkt selbst wenig von dem schlechten Stadtklima von dem die Medien berichten. Wenn sie morgens ihre Balkontür öffnet, um auf das Thermometer zu schauen, fällt ihr Blick auf den Gemeinschaftsgarten, der 2020 im Rahmen des Projekts „iResilience“ in ihrem Hinterhof entstanden ist. Auf dem Weg zur Arbeit setzt sie ihre dreijährige Tochter an der Kindertagesstätte ab. Sie fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit, so ist sie schneller und kann die schattigen Fahrradwege nutzen, die vor einigen Jahren noch während des Projektes ausgebessert wurden und seitdem von Anwohnern mit grünem Daumen gepflegt werden. Unteranderem kommt sie dabei an einem großen Springbrunnen vorbei, an dem auch ihr Kind heute mit der Kindertagesgruppe spielen wird. Das Projekt „iResilience“ hat ihr nicht nur aktiv bei der Bewältigung der Klimafolgen geholfen, sondern ihr auch die Politik und Verwaltung der Stadt nähergebracht.“

Wie entstehen die Ideen für eine solche Zukunftsstadt?

Am Projekt ist ein buntes Spektrum verschiedener Akteursgruppen beteiligt. Wir haben unter anderem die Städte, das heißt die Verwaltung und Politik als Projektpartner, aber auch Ingenieure, Wissenschaftler, Sozialforscher und einen Landschaftsarchitekten. Nur durch das Zusammenspiel dieser Akteure und der Beteiligung der Bürger können solche Zukunftsideen entwickelt werden.

Am 9.10.2019 fand in Dortmund Jungferntal eine Zukunftswerkstatt statt, um die Entwicklung einer Grünfläche unter Berücksichtigung des Klimawandels zu planen. Dabei trafen sich die verschiedenen Akteure. Eine Mitarbeiterin der Stadt Dortmund moderierte die Veranstaltung. Bürger konnten ihre Vorstellungen, Ideen und Sorgen äußern. Gemeinsam planten wir verschiedene Varianten wie die Fläche aussehen könnte. Durch die kritische Betrachtung der Wissenschaftler und des Landschaftsarchitekten wurde die Umsetzbarkeit berücksichtigt. Die Stadt Dortmund hat so ein Bild davon bekommen, wie sich die Bewohner die Umgestaltung vorstellen und was sie sich wünschen und kann gemeinsam mit den Beteiligten den Planungsprozess fortsetzen.

Das Projekt und unsere Aufgabe

Zielsetzung des Projekts „iResilience“ ist die modellhafte Entwicklung und Erprobung neuer Praktiken und Technologien zur kontinuierlichen Verbesserung der urbanen, klimaangepassten Resilienz (Wiederstandfähigkeit). Das Projektteam entwickelt zusammen mit Akteuren vor Ort innovative Lösungen für die komplexen, dynamischen Herausforderungen des Klimawandels und der nachhaltigen Entwicklung und erprobt diese in urbanen Reallaboren.

Die Klimaresilienz der Partnerstädte Köln und Dortmund wird erhöht, indem das Projektteam soziale und digitale Innovationen kombiniert. Durch Planung auf der Quartiersebene werden Ideen der Bürgerinnen und Bürger schon zu Beginn des Prozesses aufgegriffen und ein stärkeres Engagement für eine klimawiderstandsfähige Stadt geschaffen. Die Nutzung digitaler Plattformen eröffnen Chancen und Risiken einer breiteren Transparenz über Stadtplanungs- und Entscheidungsprozesse sowie Möglichkeiten einer breiteren, bidirektionalen Kommunikation zwischen Menschen im Quartier und Verantwortlichen. Es werden die Themen Überflutungsvorsorge und Hitzeprävention mit einer lebenswerten Stadtgestaltung verbunden. Im Laufe des Projektes wird ein übertragbares Nutzungskonzept entwickelt.

Das Leistungsspektrum des FiW reicht dabei von der Entwicklung von Kommunikationswerkzeugen über die Ausgestaltung und Durchführung von regionalen Dialogplattformen bis zur Erstellung und Implementierung konkreter Planungsinstrumenten.

Ansprechpartner

Miriam Seckelmann, M.Sc.
+49 (0) 241 80 2 79 79 / E-Mail

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

PROJEKTTRÄGER

DLR Projektträger

PROJEKTPARTNER

TU Dortmund – Sozialforschungsstelle (sfs); Deutsches Institut für Urbanistik (Difu); Dr. Pecher AG; HafenCity Universität Hamburg (HCU); Stadt Dortmund – Koordinierungsstelle „nordwärts“; Stadt Köln – Umwelt- und Verbraucherschutzamt; Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR (StEB Köln); TU Dortmund – Institut für Energiesysteme; Energieeffizienz und Energiewirtschaft (ie³)