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RAIN – Klimaanpassungen in Ghana

Zukunftsfähige Technologien und Dienstleistungen zur Anpassung an den Klimawandel in Hochwasser- und Dürregefährdeten Siedlungsräumen in Ghana

Ghana ist wie der gesamte afrikanische Kontinent vom Klimawandel betroffen. Die Temperaturen in Ghana werden zukünftig weiter ansteigen, die Regenmenge in der Regenzeit sowie die Trockenheit in der Trockenzeit werden zunehmen und sozioökonomische Schäden verursachen. Mit dem RAIN-Verbundforschungsprojekts sollen Strategien und geeignete Wasseraufbereitungsverfahren zur Verminderung der Vulnerabilität und Erhöhung der Resilienz von Siedlungen gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels entwickelt und somit eine nachhaltige Wassernutzung ermöglicht werden.

Ghana im Allgemeinen, aber vor allem der nördlich gelegene Savannengürtel ist Überschwemmungen, Dürren und Buschbränden ausgesetzt. Das angesammelte Regenwasser versickert ungenutzt. Die urbanen Regionen mitunter die im Süden des Landes gelegene Hauptstadt Accra, leiden immer häufiger unter Starkregenereignissen.

Die in den letzten Jahren von der ghanaischen Regierung veröffentlichten Richtlinien und Dokumente zur Anpassung an den Klimawandel fordern Maßnahmen, um den Herausforderungen zu begegnen. Das RAIN-Verbundprojekt soll die ghanaischen Klimaprojekte stärken und einen Beitrag zur Umsetzung der von der Bundesregierung definierten Klimaanpassungsziele liefern.

Ziele des Verbundprojektes

Das Projektkonsortium strebt an, im RAIN-Verbundprojekt ein Hochwasserfrühwarnsystem mit intelligenten Wasserbewirtschaftungs- und Versorgungskonzepten zu kombinieren und durch Trainings- und Fortbildungsmaßnahmen bei Bevölkerungsgruppen und Entscheidungsträgern für eine nachhaltige Wassernutzung Potenziale aufzeigen.

Es werden eine städtische und eine ländliche Pilotregion (Accra – urban; Umgebung Kumasi – rural) betrachtet, was eine Übertragbarkeit von Ansätzen und Erkenntnissen des Projekts auf die WASCAL/SASSCAL-Regionen ermöglicht.

Valide Daten werden in einer lokalen Datenerhebung geschaffen und darauf aufbauend ein Vorhersagemodell für lokale meteorologische Auswirkungen des Klimawandels entwickelt, welches als Frühwarnsystem für Naturkatastrophen getestet wird.

Das Konsortium strebt an, aussagekräftige Prognoseszenarien für Hochwasser- und Dürreanpassungsmaßnahmen zu berechnen. Zur Einführung eines nachhaltigen Hochwasserschutzes und einer Wasserbewirtschaftung, welche einen wassersparenden Umgang und eine Wiedernutzung von aufbereitetem Wasser propagiert, wird ein Konzept mit den erfolgversprechenden modellierten Maßnahmen erstellt. Dieses beinhaltet eine mehrstufige Behandlungskette von der Aufbereitung von Regenwasser und Wasser aus Rückhalteräumen bis zur wassersparenden Verteilung. Das technische Potenzial der Behandlungskette wird pilothaft in den Pilotregionen unter Beteiligung der lokalen Bevölkerung demonstriert. Das Partnerkonsortium bindet die lokalen Entscheidungsträger in die Findung der am besten angepassten technischen Lösung mit ein.

Wissenstransfer

Das Projektkonsortium wird beispielhaft Fachkräfte der Planung, Verwaltung, des Anlagenbetriebs sowie betroffene Wassernutzergruppen hinsichtlich der Anpassungen an den Klimawandel sowie der nachhaltigen Wassernutzung schulen. Das generierte Wissen wird zu Bildungsmodulen aufbereitet und in die Bildungspläne der PAUWES und der WASCAL integriert, mit dem Ziel den Wissenstransfer sowie den Erfahrungsaustausch zwischen den Forschungseinrichtungen sowie der Bevölkerung überregional auszubauen.

Weitere Informationen zum Projektverlauf auf www.bmbf-client.de/projekte/rain und unter www.bmbf-rain.com

Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Manuel Krauß
+49 (0) 241 80 2 68 43 / E-Mail

Dr.-Ing. Wolfgang Kirchhof
+49 (0) 241 80 2 68 28 / E-Mail

Rona Michaelis, M.Sc.
+49 (0) 241 80 2 68 20 / E-Mail

Janine Möller, B.Sc.
+49 (0) 241 80 2 68 38 / E-Mail

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

PROJEKTTRÄGER

DLR Projektträger; Technologien für Umwelt- und Klimaschutz, Bonn, HKV (im Unterauftrag)

PROJEKTPARTNER

Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Siedlungswasserwirtschaft und Umwelttechnik; Aqua-Technik Beregnungsanlagen GmbH & Co. KG; AWAS International GmbH +5 weitere ghanaische Partner