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Textiles Bogensieb

Filtersystem zur Feststoffabscheidung aus Abwasserströmen mit wartungsarmem Reinigungskonzept auf Basis strukturierter Poltextilien mit definiertem Abscheideverhalten

Der Energieverbrauch von Kläranlagen zur Reinigung von Abwasser ist abhängig von den eingesetzten Aggregaten. Um die Abwasserreinigung möglichst effizient zu gestalten, sind wartungsarme Aggregate erforderlich, die eine effektive Reinigung des Abwassers ermöglichen und dennoch energieeffizient sind sowie einen geringen Platzbedarf aufweisen.

Ziele des Projektes

Gemeinsam mit dem Institut für Bodensysteme an der RWTH Aachen e. V. (TFI) wird im Rahmen des vom BMWi geförderten Projektes ein Filtersystem zur Feststoffabscheidung entwickelt, welches sowohl die Vorteile von Poltextilien als auch die Vorteile von Bogensieben vereinen soll. Die Textilentwicklung erfolgt durch TFI. Das FiW beschäftigt sich mit der Verfahrensentwicklung und Konzeption des Abreinigungssystems sowie des Gesamtsystems.

Das zu entwickelnde Filtersystem soll den Korpus und die Wasserführung eines Bogensiebs beinhalten. Aufbauend auf derzeitig im Bereich der mechanischen Abwasserreinigung eingesetzten Bogensiebe, soll deren starre Siebfläche durch ein bewegtes Textil mit Polstruktur ersetzt werden. Dazu werden verschiedene Textilproben mit dem sog. Tuftingverfahren produziert und hinsichtlich der Eignung für einen Einsatz im Abwasserbereich untersucht. Im Fokus soll dabei die Bewertung der Filterwirkung der Polstoffe und des Gesamtsystems liegen. Für das Textile Bogensieb wird zudem ein innovatives Abreinigungssystem zur Reinigung der Polstruktur entwickelt. Ziel des Forschungsprojektes ist es, die Abwasserreinigung durch ein wartungsarmes Filtersystem mit geringem Energiebedarf effizienter zu gestalten.

Aktueller Stand und Ausblick

Seit Beginn der Projektlaufzeit wurden am TFI erste Textilproben getuftet und bereits erste Verfestigungsversuche durchgeführt. Am FiW fanden im selben Zeitraum erste Konzeptionierungen des zu entwickelnden Systems sowie erste Versuche zur mechanischen Belastbarkeit der getufteten Poltextilien statt. Im Rahmen des Projektes wurde zudem ein Projektbegleitender Ausschuss gebildet, in dem Vertreter aus textil- und wasserwirtschaftlichen Bereichen durch ihre Expertise zum Erfolg des Projektes beitragen können. In einem ersten Treffen, welches im September 2020 stattgefunden hat, konnten bereits relevante Einsatzgebiete und Materialeigenschaften für die Poltextilien identifiziert werden, welche in den folgenden Monaten durch Versuchsreihen verifiziert werden sollen. Gegen Ende der Projektlaufzeit soll ein Demonstrator für Langzeitversuche einsatzbereit sein. Die Forschungsergebnisse werden in einer Gestaltungsrichtlinie formuliert.

Danksagung:

„Das IGF-Vorhaben „Textiles Bogensieb – Filtersystem zur Feststoffabscheidung aus Abwasserströmen mit wartungsarmen Reinigungskonzept auf Basis strukturierter Poltextilien mit definiertem Abscheideverhalten“ 21147 N der Forschungsvereinigung Forschungskuratorium Textil e. V., Reinhardtstraße 14–16, 10117 Berlin wird über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.“

Ansprechpartner

Sofia Andrés-Zapata, M.Sc.
+49 (0) 241 80 2 68 41 / E-Mail

Dr.-Ing. Kristoffer Ooms
+49 (0) 241 80 2 68 22 / E-Mail

Auftraggeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

PROJEKTTRÄGER

Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V. (AiF)

PROJEKTPARTNER

TFI – Institut für Bodensysteme an der RWTH Aachen e. V.