Mitten in der ersten sommerlichen Hitzewelle fand am 24. Juni 2026 das 5. Bergische Klimaforum in Solingen statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Wissenschaft und Praxis diskutierten dort aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze für Klimaschutz und Klimaanpassung im Bergischen Städtedreieck der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal. Im Fokus standen in diesem Jahr die Themen Klima und Gesundheit, Digitalisierung sowie die Vorstellung laufender Forschungsprojekte. Das FiW war mit dem EFRE-geförderten Forschungsprojekt IndiKlimA vertreten, das die Entwicklung eines standardisierten Monitoringsystems für die kommunale und regionale Klimaanpassung zum Ziel hat.
Mit dem Forschungsprojekt IndiKlimA wird ein praxistaugliches System entwickelt, mit dem Kommunen nachvollziehbar messen können, wie gut sie beim Schutz vor Klimafolgen vorankommen. Konkret entstehen zwei Produkte: Ein Monitoring-Konzept und ein digitales Monitoring-Tool, das Betroffenheiten bewertet und den Fortschritt von Anpassungsmaßnahmen sichtbar macht. Die Methoden und Tools sollen von den Kommunen genutzt werden, um die Klimawirksamkeit ihrer Maßnahmen zu messen und fundierte Entscheidungen in kommunalen Haushaltsdebatten zu ermöglichen.
Für die Konsortialpartner von IndiKlimA bot die Veranstaltung zugleich eine wertvolle Gelegenheit zum persönlichen Austausch in informeller und herzlicher Atmosphäre. Im Sparkassenforum Solingen kamen die Projektbeteiligten zusammen, um sich mit Vertreterinnen und Vertretern der Klima- und Umweltabteilungen des Bergischen Städtedreiecks sowie mit weiteren Forschungsprojekten zu vernetzen und über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung auszutauschen.
Nach den Begrüßungen durch die Oberbürgermeister*innen (und Vertreterinnen) der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal standen zahlreiche Praxis- und Forschungsbeiträge auf dem Programm. Neben Projekten zur Kreislaufwirtschaft im Gesundheitswesen und zur Transformation von Gewerbegebieten berichteten die drei Städte über aktuelle Maßnahmen und Herausforderungen der kommunalen Umsetzung. Am Nachmittag wurden die Forschungsprojekte EKLIPS3plus1 und IndiKlimA vorgestellt. Für das FiW präsentierte Jana Vredenburg die Ziele und Inhalte des kürzlich gestarteten Projekts IndiKlimA. Da beide Projekte eng mit den Kommunen des Bergischen Städtedreiecks zusammenarbeiten, bot das Klimaforum eine ideale Plattform, um bestehende Kontakte zu vertiefen und Synergien zwischen den Vorhaben weiter auszubauen.
Das Klimaforum zeigte eindrucksvoll, wie wichtig der Austausch zwischen Forschung, Verwaltung und Praxis für eine erfolgreiche Klimaanpassung ist. Die Veranstaltung bot die Möglichkeit, aktuelle Projekte und Entwicklungen der Region zusammenzuführen, voneinander zu lernen und neue Impulse für die zukünftige Zusammenarbeit zu setzen. Für das Projekt IndiKlimA war die Teilnahme eine gute Gelegenheit, die eigenen Arbeiten in den regionalen Kontext einzuordnen und den Dialog mit relevanten Akteurinnen und Akteuren weiter zu stärken.
Das Projekt wird vom Land NRW und der EU kofinanziert (EFRE/JTF-Programm Nordrhein-Westfalen 2021 – 2027, hier Regio.NRW – Transformation).


