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render – Ausbau Erneuerbarer Energien

Regionaler Dialog Energiewende – gemeinsam auf dem Weg zur Energieregion

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aufgelegten Programms „Innovationsgruppen für ein Nachhaltiges Landmanagement“, konnte ein starker Verbund aus Politik, Praxis und Wissenschaft unter Federführung des FiW das Projekt „Innovationsgruppe Regionaler Dialog Energiewende“ (render) erfolgreich platzieren.

Im Zentrum von render steht die „Innovationsgruppe“, bestehend aus Vertretern der neun Verbundpartner, die alle Projektaktivitäten und die Pilotprojekte bearbeitet und vom FiW geleitet wird. Weitere Mitglieder der Innovationsgruppe kommen von den Projektpartnern Stadt Aachen, StädteRegion Aachen, die Energieversorger STAWAG und EWV, die BET Aachen, die Politikwissenschaftler der RWTH Aachen sowie die An-Institute gaiac e. V. Aachen und RISP e. V. Duisburg.

Zusammen mit einer Vielzahl von assoziierten Partnern (Umweltverbände, lokale Energieinitiativen, Unternehmen, Zivilgesellschaft, Kammern etc.) wurden als Teil eines regionsübergreifenden Innovationskonzepts „EnergieRegion Aachen 2030“ von der Region für die Region als zentrales Produkt u. a. ein „Energieplan EnergieRegion Aachen 2030“ erarbeitet, in dem der optimale Ausbau der erneuerbaren Energien und regionaler Speicherkapazitäten genauso Platz findet wie die Schritte zu einer flächendeckenden Umsetzung von Maßnahmen bspw. zur Energieeffizienz, zur dezentralen Energieversorgung in Siedlungsbereichen oder zu Kälte- oder Wärmenetzwerken in Industrie- und Gewerbegebieten. Alle bereits laufenden Aktivitäten der Verbundpartner, aber auch die Projekte an der RWTH sowie von weiteren Akteuren in der Städteregion Aachen in den Bereichen Energie und Klima werden in den anlaufenden Transformationsprozess eng eingebunden, um keine Aktivitäten zu doppeln und die Ressourcen der Region optimal zu nutzen.

Im Rahmen der Projektarbeit konnten auf verschiedenen Dialogformaten über 350 Akteure aus ca. 120 Institutionen in den Regionalen Dialog eingebunden werden. Inhaltlich wurden im Rahmen des render-Projektes u.a. mit dem enerGIS-Tool, einer Klima- und Energiebilanz für die Städteregion Aachen sowie einer Bilanzierung und Potenzialberechnung verschiedenste Instrumente entwickelt, die einen Überblick geben, auf welchem Teilabschnitt sich die Städteregion Aachen auf dem Weg zu den gesteckten Klimaschutzzielen befindet. Die Analysen haben dabei ergeben, dass ca. 13 % des verbrauchten Stroms in der Städteregion Aachen durch regional erzeugten EE-Strom abgedeckt wird. Somit haben wir als Region noch einen weiten Weg zu gehen, um das gesteckte Ziel von 75 % EE am Gesamtenergieverbrauch im Jahre 2030 zu erreichen.

Die Schwerpunkte des FiW lagen u.a. in der Erarbeitung eine Potenzialstudie mit dem Thema Grünschnitt und der Erarbeitung einer Wertschöpfungsstudie, mit deren Hilfe die bestehende und die potenzielle Wertschöpfung in der Städteregion Aachen durch den Ausbau Erneuerbarer Energien für den Zeitraum 2014-2030 abgeschätzt und aufgezeigt wird. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf den beiden besonders marktstarken Erneuerbaren Energien-Technologien Windenergie und Photovoltaik. Die Studie steht auf der render-Homepage (www.regionaler-dialog-aachen.de) zur Verfügung. Daraus abgeleitet wurden auch Handlungsempfehlungen für die Politik und Wirtschaft, welche zusammengefasst in einem Polica Paper ebenfalls auf der Homepage zu finden sind.

Einen weiteren technischen Schwerpunkt bildet das Teilprojekt dezentrale Energieversorgung im Quartier. In diesem Pilotvorhaben wurde ein Nahwärme- und/oder Kältecluster in der Region GiS-gestützt entwickelt und beispielhaft zur Umsetzung gebracht. Es sollte zeigen, wie Cluster, in denen Unternehmen aus Industrie und Gewerbe, Freizeit- und öffentlichen Einrichtungen u. ä. zusammengebracht werden, energieinnovative, dauerhafte und kosteneffiziente Win-Win-Situationen schaffen können, indem Energie ausgetauscht und durch Wiedernutzung eingespart wird. Hierzu wurden durch das FiW auf Basis von vorhandenen Potenzialanalysen der StädteRegion und anderer Akteure die Potenziale und Bedarfe wärme- und/oder kälte-intensiver Betriebe identifiziert, auf ihre Nutzbarkeit untersucht und für potenzielle Wärme- oder Kälteinseln erste Grobkonzepte für ein Cluster erarbeitet. Parallel dazu wurden bereits bekannte Kooperations- und Abrechnungsmodelle für einen längerfristig tragfähigen Betrieb eines Nahwärme- und/oder Kälteclusters analysiert und in enger Abstimmung mit den Akteuren vor Ort weiterentwickelt sowie thermodynamische Berechnungen für ausgewählte Modellkommunen durchgeführt.

Mit der Übergabe des Regionalen Energieplans Aachen 2030 (REPAC) im Oktober 2018 an Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Dr. Markus Kremer (Beigeordneter der Stadt Aachen) im Beisein des parlamentarischen Staatssekretärs des BMBF Herrn Thomas Rachel endete das render-Projekt nicht. Im Zeitraum bis Dezember 2019 stand die Umsetzungsphase des Regionalen Energieplans Aachen 2030 an. Die StädteRegion Aachen – unterstützt durch den Projektkoordinator FiW – hat in diesem Zeitraum als ein zentraler Akteur die gewonnenen Erkenntnisse in die Umsetzung begleitet, die Ergebnisse in den Kommunen vorgestellt, politische Diskussionen angestoßen sowie den render-Ansatz in die angrenzenden Regionen übertragen und render in all seinen Facetten verstetigt.

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Kristoffer Ooms
+49 (0) 241 80 2 68 22 / E-Mail

Dr.-Ing. Henry Riße
+49 (0) 241 80 2 68 18 / E-Mail

Daniel Löwen, M.Sc.
+49 (0) 241 80 2 68 31 / E-Mail

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

PROJEKTPARTNER

BET Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH; EWV Energie- und Wasser- Versorgung GmbH; gaiac Forschungsinstitut für Ökosystemanalyse und -bewertung e. V.; Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen; Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung e. V. (RISP); Stadt Aachen; StädteRegion Aachen; STAWAG Stadtwerke Aachen AG

DOWNLOAD

Regionaler Energieplan 2030 –
Gemeinsam zur EnergieRegion

PDF (3,2 MB)

Projektflyer (DE)

PDF (1,0 MB)